Hamburg
Großbaustelle im Hamburger Norden startet heute – monatelange Sperrung
Eine zentrale Verkehrsachse im Hamburger Norden wird monatelang gesperrt. Was das für Anwohner und Pendler bedeutet.
Neun Monate! So lange ist die Bergstedter Chaussee nicht befahrbar. Zuletzt durchzogen Risse, Unebenheiten und Spurrinnen die Fahrbahn. Das soll sich nun ändern: Fahrbahn, Gehwege und Nebenflächen werden auf einer Länge von rund 550 Metern saniert, Straßenentwässerung und Ampelanlagen modernisiert und Bushaltestellen barrierefrei umgebaut.
Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Juni beginnen, doch die Pläne für die Umleitung des Verkehrs mussten nochmal überarbeitet werden. Diese waren von mehreren Anwohnern und Pendlern kritisiert worden. Die Folge: Der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) musste die Verkehrsregelungen für die Bauzeit überarbeiten.
Dabei wurden unter anderem die Beschilderung, temporäre Halteverbote, die Busumleitungen sowie die Sicherstellung der Rettungswege berücksichtigt. So beginnen die Arbeiten auf der Bergstedter Chaussee zwischen den Straßen Vogtredder und Heinrich-von-Ohlendorff-Straße nun am 5. August und enden voraussichtlich im Mai 2027.
Baustellenbereich soll weiträumig umfahren werden
Schranken soll es laut LSBG nicht geben, dafür verkehren Autos und Busse über die Nebenstraßen. Provisorische Ampeln regeln den Verkehr an zentralen Querungen. Zudem sollen wechselseitige, temporäre Halteverbote die Geschwindigkeit der Fahrzeuge drosseln.
Während der Arbeiten dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen – außer Anlieger – den Bereich um die Baustelle nicht queren – so soll die Verkehrsbelastung reduziert werden. Über 20 Tafeln weisen in Schleswig-Holstein auf die Vollsperrung der Bergstedter Chaussee hin und appellieren, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren oder andere Verkehrsmittel zu nutzen.
Sanierung der Bergstedter Chaussee in zwei Abschnitten
Gearbeitet wird ab dem 5. August um 7 Uhr montags bis samstags in zwei Abschnitten – die Bergstedter Chaussee bleibt derweil voll gesperrt. Dass eine Hälfte der Fahrbahn passierbar bleibt, sei nicht möglich, heißt es vom LSBG. Der Grund: Der Platz im Baustellenbereich ist eng – Arbeitsflächen sind begrenzt und Sicherheitsabstände notwendig.
Zwischen dem 5. August und dem 30. November wird zunächst der Abschnitt zwischen der Landesgrenze und dem Volksdorfer Grenzweg saniert, vom 1. Dezember bis Mai 2027 der Abschnitt vom Volksdorfer Grenzweg bis zum Vogtredder.
Die angrenzenden Nebenstraßen bleiben teilweise befahrbar, an den Einmündungen wird nur halbseitig gebaut. Einzelne Zufahrten können aber zeitweise auch komplett gesperrt werden – die Anwohner werden darüber vorab informiert.
Neue Gehwege, Bushaltestellen und Ampeln in der Bergstedter Chaussee
Während der Arbeiten an der Fahrbahn sollen auch Gehwege und Nebenflächen wie Aufenthaltsbereiche, Grünstreifen und Baumscheiben erneuert und teilweise auch verbreitert werden.
Gleichzeitig wird die Bushaltestelle Vogtredder barrierefrei ausgebaut und die Bushaltestelle Volksdorfer Grenzweg in den Bereich zwischen den Volksdorfer Grenzweg und Plaggenkamp verlegt – Grund dafür sind Bauarbeiten in Ammersbek. Darüber hinaus werden auch die Straßenentwässerung modernisiert, Ampeln erneuert sowie Kreuzungsbereiche und Grundstückszufahrten umgestaltet. (dpa/mp)
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