Glühwein & Co.: Wie weit kommt man mit 20 Euro auf dem Weihnachtsmarkt?
Gebrannte Mandeln, Schmalzgebäck, Glühwein oder Punsch sind die Klassiker auf Weihnachtsmärkten – und gehören für viele Menschen einfach dazu. Doch auch hier macht sich die Inflation bemerkbar. Die Preise für Glühwein und Co. steigen seit Jahren. Die MOPO machte deshalb den Check: Wie weit kommt man mit 20 Euro in der Tasche? Reicht das für einen schönen Winterzauber-Bummel? Sind Karussellfahrten drin? Kostet der Glühwein überall gleich viel? Von gemütlich bis Halligalli haben wir uns verschiedene Märkte angeschaut. Das Ergebnis: Wer ein bisschen sucht, kann auch mit eher schmalem Budget Perlen finden.
Der Bekannteste: Roncalli am Rathausmarkt
Besonderheiten: Der Roncalli-Weihnachtsmarkt ist sicher der bekannteste der Stadt. Die Stände sind in kleinen Gassen vor dem Rathausmarkt angeordnet. Es gibt Kunsthandwerk, viele Tannen, einen fliegenden Weihnachtsmann und Großstadt-Weihnachtsflair.
So weit kommt man mit 20 Euro: Glühwein ist hier nicht gerade günstig. Sechs Euro kostet der Becher, für den auch noch vier Euro Pfand fällig werden. Inhalt der Tasse: 200 ml. Ein sattes Investment für erhitzten Wein. Wir investieren noch in ein Handbrot (7 Euro), da reicht es selbst nach Pfandrückgabe sogar noch für ein Schmalzgebäck (6,50 Euro). Günstiger Zusatz-Tipp: Mit dem Pfand auf der Hand könnte man stattdessen auch gleich zwei Kartoffelrösti kaufen – für jeweils 3,50 Euro.
Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 21 Uhr.
Der Halligallimarkt: Santa Pauli auf dem Kiez
Besonderheiten: Wer Lust auf Besinnlichkeit mitten auf der Partymeile der Stadt hat, der kann hier direkt an der Reeperbahn seinen Glühwein trinken. Hier wird Handwerk mit typischem Kiez-Charme vereint. Die festliche Gemütlichkeit wird ergänzt durch Stripshows (donnerstags bis samstags um 21.30 Uhr) auf der großen Showbühne.
So weit kommt man mit 20 Euro: Auch hier gilt: nicht sehr weit. Es gibt Glühwein ab 5 Euro (plus 3 Euro Becherpfand). Mit einer 5-Euro-Rostbratwurst auf die Hand sind wir schnell 10 Euro los. Das kulinarische Angebot ist so ausgefallen wie der Markt selbst. Holzofenbrot mit Garnelen oder Schafskäse kostet zwischen 9 und 11 Euro, außerdem gibt es Fladenbrot mit Feta, Walnuss und Rucola für 9 Euro. Das Budget ist damit schnell verbraucht. Unser Tipp: Eine Portion Pommes kostet nur 3 Euro.
Öffnungszeiten: täglich 16 bis 23 Uhr, freitags und samstags sogar bis 1 Uhr nachts.
Santa-Pauli-Alternative: Wer auf St. Pauli Glühwein trinken will, der kann das auch nur einen Katzensprung entfernt an der Rindermarkthalle: Auf dem kleinen, gemütlichen Weihnachtsmarkt kostet der Winzerglühwein nur 3,50 Euro. Becherpfand gibt es keins! Geöffnet täglich von 15 bis 20 Uhr.
Der Familienmarkt: Weihnachten am Bergedorfer Schloss
Besonderheiten: Ein Tannenwäldchen, skandinavisch anmutende Holzhäuser, glitzernde Lichter und der Duft nach warmem Apfelsaft – das alles erwartet Besucherinnen und Besucher am Bergedorfer Schloss im Südosten der Stadt. Der Markt ist besonders bei jungen Familien beliebt. An einigen Ständen gibt es Kinderspielzeug, große Teddys mit Manga-Augen und bunte Luftballons. Außerdem ein Lagerfeuer, an dem man sich aufwärmen kann!
So weit kommt man mit 20 Euro: Für einen Glühwein oder Punsch zahlt man hier 4 Euro (plus 2 Euro Becherpfand). Wenn die Kinder Schmalzgebäck möchten, gibt es das ebenfalls ab 4 Euro – für 100 Gramm. Und auch bei herzhafter Verpflegung ist die Auswahl groß: Klassisches Handbrot gibt es für 8 Euro, Champignons kosten 6 Euro. Allein damit wären wir allerdings schon bei 22 Euro. Zudem werden Falafelrollen und Lahmacun angeboten, je nach Füllung zwischen 8 und 12 Euro. Unser Tipp: Wem etwas Süßes reicht, der kann für 4,50 Euro Crêpes essen oder für 4 Euro eine kleine Portion gebrannte Mandeln.
Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 21 Uhr.
Der Geheimtipp: Weihnachten an der Apostelkirche
Besonderheiten: Mitten in Eimsbüttel wurde auch dieses Jahr wieder der kleine gemütliche Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche aufgebaut. Hier wird viel Selbstgemachtes verkauft: Strickwaren, Weihnachtssterne, Likör. Dazu gibt es wie in den vergangenen Jahren ein herzlich gestaltetes Weihnachtsprogramm für Kinder – und das komplett kostenlos! Die Kleinsten können hier zum Beispiel Teelichter und eigenen Baumschmuck basteln, Bilder malen, Bügelperlen gestalten und vieles mehr – ein Blick in das Programm lohnt sich!
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So weit kommt man mit 20 Euro: Einen Glühwein kann man für 5 Euro bekommen (plus 2 Euro Becherpfand). Für einen Crêpe werden zwischen 5 Euro und 6,50 Euro fällig. Herzhaftes gibt es natürlich auch. Neben der klassischen Bratwurstbude ist auch die vegane Fleischerei mit einem Stand dabei. Für eine Bratwurst zahlt man 5 Euro!
Öffnungszeiten: wochentags ab 15.30 Uhr, am Wochenende ab 14.30 Uhr.