Hamburg
Giftalgen, Schädlinge: Diese Badestellen in Hamburg sind aktuell gesperrt
Statt einer frischen Abkühlung warten in diesen Hamburger Badeseen giftige Algen und unerwünschte Tiere auf die Badegäste. Welche Seen betroffen sind.
Hamburg bietet während der Sommermonate einige schöne Bademöglichkeiten an. Leider schaffen die hohen Temperaturen und der viele Sonnenschein ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Cyanobakterien. Das Institut für Umwelt und Hygiene untersucht regelmäßig die Wasserqualität vieler Seen. Dabei wurden neben Blaualgen auch Zerkarien gefunden.
Die von den Blaualgen gebildeten Giftstoffe können unter anderem Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen oder allergische Reaktionen auslösen. Verschluckt man belastetes Wasser, riskiert man zudem Übelkeit und Erbrechen. Auch für Hunde und andere Tiere können die Giftstoffe gefährlich sein.
„Vermeiden Sie den Kontakt zu Algenteppichen. Sollten Sie Ihre Füße im knietiefen Wasser nicht sehen, baden Sie nicht.“ Und ganz wichtig: „Achten Sie darauf, dass spielende Kinder nicht in Kontakt mit dem Wasser und dem Ufersaum kommen“, warnt die Umweltbehörde.
Welche Seen sind von Blaualgen in Hamburg betroffen?
Aktuell von Blaualgen befallen und deshalb für Badegäste gesperrt ist der Öjendorfer See. Der Eichbaumsee ist inzwischen wieder freigegeben, dennoch gibt es hier vermehrt Blaualgen. Badegäste sollten den Kontakt zum Algenteppich vermeiden und nicht baden, wenn sie ihre Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sehen können. Kinder und Haustiere sollten nicht in Kontakt mit dem Wasser und dem Ufersaum kommen.
Problematisch, aber nicht verboten ist das Schwimmen im Allermöher See. Von dem Blaualgenbefall erholt hat sich der Boberger See. Dieser war Anfang Juli noch gesperrt, ist aber nun wieder freigegeben.
Jetzt auch noch Zerkarien in Hamburgs Badeseen?
Zerkarien sind Saugwurm-Larven, die beim Menschen eine juckende Badedermatitis auslösen können. Das Hygiene-Institut hat im See hinterm Horn in Allermöhe Zerkarien nachgewiesen. Das Baden ist zwar nicht verboten, aber es wurde um Vorsicht gebeten. Ähnlich ist die Lage im Naturbad Kiwittsmoor.
Wer unsicher ist, kann an den Hohendeicher See ausweichen, dort ist die Wasserqualität gerade gut.
Hier sollten Sie generell nicht baden
Generell untersagt ist das Baden im Neuländer See. Das liegt an seiner Tiefe und den starken Strömungen. Im Außenmühlenteich ist das Baden zwar nicht ausdrücklich verboten, aber da es keine Aufsicht, keine Badestelle und keine regelmäßigen Wasserproben gibt, wird es nicht empfohlen, dort schwimmen zu gehen.
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Ähnlich ist es in der Alster. Die Behörde für Umwelt und Hygiene betont, dass das Gewässer kein Badeort ist. Der Schiffsverkehr und die schlechte Wasserqualität gefährden das Baderlebnis. Für Wassersportler und Hunde ist jedoch wichtig: Die Blaualgenwerte sind derzeit laut Umweltbehörde unkritisch, trotzdem ist es notwendig, die Augen offen zu halten. „Wer grün-blaue Algenteppiche sieht, sollte vielleicht nicht seinen Hund hineinschicken oder beim SUP-Fahren in die Alster fallen und Wasser schlucken.” Sollte man doch nass werden, gilt es, das Seewasser schnell abzuwaschen. (js/abu)
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