Ramsan Kadyrow

Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow soll einen Vertrauten in Hamburg haben (Archivbild). Foto: IMAGO / SNA

Gewährt Hamburg einem Vertrauten von „Putins Bluthund“ Schutz?

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Ein Hamburger Geschäftsmann mit russischen Wurzeln soll laut Medienberichten als Statthalter des tschetschenischen Diktators Ramsan Kadyrow in Deutschland agieren. Sicherheitsbehörden und Experten halten ihn wohl für gefährlich – sein Aufenthalt in Deutschland scheint aber gesichert zu sein.

Der Unternehmer Khuseyn Agaev hatte offenbar auf Instagram mit dem Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, posiert und sich 2017 auf einer Familienfeier neben ihm gezeigt. Dies berichtet der „Spiegel“. Kadyrow gilt als brutaler Herrscher und „Putins Bluthund“.

Agaev soll als „Statthalter“ für Kadyrow in Deutschland installiert worden sein, dies berichtete auch schon „tagesschau.de“. Ein Rechtsanwalt Agaevs soll dem „Spiegel“ mitgeteilt haben, mit Ramsan Kadyrow gebe es nur eine „flüchtige Bekanntschaft“ seines Mandanten. Sie resultiere aus dessen Zeit als Profikampfsportler und sei nicht „politischer Natur“.



Asyl für Vertrauten des tschetschenischen Diktators Kadyrow?

In Deutschland soll Agaev sich seit Anfang der Nullerjahre als Asylsuchender aufhalten und seit 2019 sogar unbefristet – auf Grundlage einer Aufenthaltserlaubnis aus „humanitären Gründen“. Obwohl es inzwischen nach Recherchen des „Spiegel“ Sicherheitsbedenken von Seiten der Behörden gebe.

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Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit sei „nicht ausgeschlossen“. Eine MOPO-Nachfrage bei der Innenbehörde, warum Agaev weiterhin in Hamburg bleiben darf, blieb am Mittwochabend vorerst unbeantwortet. (mp)

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