Gericht
Zu Lügen-Audio gezwungen: Vater soll Elfjährige bedroht und geschlagen haben
Ein Vater soll seine elfjährige Tochter zu einer belastenden Audionachricht gegen die Mutter gezwungen haben. Warum der 53-Jährige nun vor Gericht steht.
Erst soll er sie bedroht und dann geschlagen haben: Ein 53-Jähriger muss sich am Montag vor Gericht verantworten, nachdem er seine Tochter dazu gezwungen haben soll, eine belastende Nachricht gegen die Mutter aufzunehmen.
Der Mann wehrt sich gegen einen Strafbefehl über 70 Tagessätze. Der Vorwurf: Nötigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung.
Vater soll gedroht haben, Mädchen von den Elbbrücken zu werfen
Laut Anklage soll der Vater seine damals elfjährige Tochter im Februar 2023 in der Straße Vogelhüttendeich (Wilhelmsburg) dazu gedrängt haben, eine Audionachricht aufzunehmen. Darin sollte das Mädchen unter anderem behaupten, ihre Mutter schlage die Kinder und sperre sie ein. Für den Fall, dass sie sich weigere, soll der Angeklagte gedroht haben, sie ins Auto zu zerren und von den Elbbrücken zu werfen.
Anschließend soll er das Kind an den Schultern gepackt, in Richtung Auto gezogen und ihr mit der flachen Hand auf die linke Wange geschlagen haben. Kurz darauf nahm die Tochter die geforderte Nachricht auf.
Der Prozess beginnt am Montag um 14.30 Uhr im Amtsgericht Harburg. (mp)
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