Zunächst sollen der Mann, seine getrennt lebende Ehefrau und der gemeinsame Sohn den Tag als Familie verbracht haben – dann eskalierte die Lage plötzlich.

Zunächst sollen der Mann, seine getrennt lebende Ehefrau und der gemeinsame Sohn den Tag als Familie verbracht haben – dann eskalierte die Lage an der Rodigallee (Bild) plötzlich. Foto: Screenshot Google Earth

Streit um Sex eskaliert: Mann soll versucht haben, Ehefrau zu erwürgen

Ein Mann soll seine getrennt lebende Ehefrau gewürgt haben, bis sie kaum noch Luft bekam und beinahe bewusstlos wurde. Zuvor kam es zum Streit über Geschlechtsverkehr, dem sie nur widerwillig zustimmte. Jetzt steht der 43-Jährige wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Ab Montag muss sich der Mann wegen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Anklage geht davon aus, dass er aus Besitzdenken und Eifersucht handelte und den Tod seiner Frau billigend in Kauf nahm.

Zu der brutalen Attacke kam es laut Anklage am 1. September nach einem gemeinsamen Ausflug mit der Familie. Der damals von seiner Ehefrau getrennt lebende Mann hatte mit ihrer Zustimmung in der Familienwohnung an der Rodigallee in Hamburg-Marienthal übernachtet. Die beiden teilten sich in der Nacht das Bett. Gegen 2.20 Uhr soll er sie aufgefordert haben, mit ihm Sex zu haben. Die 41-Jährige lehnte ab, willigte schließlich jedoch ein, mit ihm zu schlafen, jedoch ohne sich aktiv daran beteiligen zu wollen.


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Der 43-Jährige soll daraufhin derart ausgerastet sein, dass er sich auf ihren Oberkörper kniete und ihr mit beiden Händen die Luft abdrückte. Laut Anklage so heftig, dass sich die Frau infolge der abgeschnürten Sauerstoffzufuhr kurz vor einer Ohnmacht befand. Sie schaffte es, sich aus der Umklammerung zu lösen, den Mann wegzustoßen und um Hilfe zu rufen. Kurz darauf würgte er die Frau erneut, dieses Mal stand er dabei neben dem Bett.

Glücklicherweise wurde einer der gemeinsamen Söhne durch die Schreie seiner Mutter aufmerksam. Der 17-Jährige stürmte ins Zimmer und stieß seinen Vater beiseite, der daraufhin die Wohnung verließ. Die Frau wurde bei der Attacke schwer verletzt und befand sich in akuter Lebensgefahr. Sie erlitt multiple Würgemale, Einblutungen im Gesicht und ein Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung). Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Am nächsten Mittag konnten Zielfahnder den Mann im Stadtteil Wilhelmsburg vorläufig festnehmen. Noch am selben Tag wurde er einem Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

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