Tödliche Schüsse in Billstedt: 38-Jähriger wegen Mordes angeklagt
Im Oktober 2024 fielen in einer Wohnung in Billstedt mehrere Schüsse. Anwohner alarmierten die Polizei. Diese fand zwei verletzte Männer, von denen einer kurz darauf verstarb. Kurz danach wurde ein Tatverdächtiger verhaftet. Der 38-Jährige muss sich nun vor Gericht verantworten.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Zu der blutigen Auseinandersetzung kam es am Nachmittag des 26. Oktober 2024 in einer Wohnung an der Straße Hauskoppel.
Laut Anklage hatten die Männer noch eine Rechnung offen aus früheren gemeinsamen Geschäften. In diesem Zusammenhang soll das spätere Opfer, ein 34-jähriger Mann, einen Tag vor der Tat seinem Cousin gedroht haben, ihn „in Regress nehmen zu wollen“.

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Gegen 16.30 Uhr hörten Anwohner eine lautstarke Auseinandersetzung aus der Wohnung, in der sich zum Tatzeitpunkt vier Männer aufhielten. Anschließend fielen mehrere Schüsse. Laut Staatsanwaltschaft soll der Täter das Feuer mit einer Selbstladepistole auf seinen Cousin eröffnet haben, dabei aber zunächst auf die Beine geschossen haben. Als der Angegriffene sich mit einem Messer zur Wehr setzte, soll der Angeklagte erneut auf ihn geschossen haben. Der 34-Jährige brach daraufhin blutüberströmt zusammen. Auch auf einen 30-jährigen Anwesenden wurde geschossen.
Tödliche Schüsse in Billstedt: Mordprozess startet
Der vierte Anwesende soll daraufhin versucht haben, den Angreifer zu entwaffnen – was ihm auch gelang. Als die Rettungskräfte eintrafen, versuchten sie noch, den 34-Jährigen zu reanimieren – jedoch vergeblich. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Die Ärzte zählten später insgesamt sieben Schusswunden, eine davon durchbohrte seinen Brustkorb.
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Das zweite Opfer musste noch vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in einem Krankenhaus notoperiert werden. Er erlitt Schussverletzungen an Ellenbogen und Knie sowie einen Streifschuss im Brustkorb.
Kurz darauf konnten Polizeibeamte den Tatverdächtigen festnehmen. Nach MOPO-Informationen soll es sich um den Cousin des Verstorbenen handeln. Auch die Pistole konnte im unmittelbaren Umfeld des Tatortes sichergestellt werden.
Ab Mittwoch wird dem mutmaßlichen Täter der Prozess vor dem Hamburger Landgericht gemacht.
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