Tödliche Messer-Attacke im Phoenix-Center: Prozess gegen 25-Jährigen beginnt
Im Juni kam es im Gastrobereich des Harburger Phoenix-Centers zu einem Streit zwischen zwei jungen Männern (25). Plötzlich zückte einer ein Messer und stach damit auf den anderen ein. Das Opfer erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Jetzt wird dem mutmaßlichen Täter der Prozess gemacht.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen Totschlag vor. Zu der tödlichen Auseinandersetzung kam es am Nachmittag des 26. Juni. Gegen 17.30 Uhr trafen die beiden Syrer im Food Court im Untergeschoss des Einkaufszentrums aufeinander und lieferten sich dort vor einem Asia-Laden zunächst eine lautstarke Auseinandersetzung.
Plötzlich zog der junge Mann ein Messer, stürzte sich auf seinen Landsmann und stach mehrfach auf ihn ein. Blutüberströmt und mit schweren Verletzungen am Oberkörper sackte der 25-Jährige auf einer Sitzbank zusammen. In Panik eilten viele Kunden aus dem Gastrobereich. Ein Restaurantmitarbeiter berichtete damals der MOPO, der Angreifer habe vor der Tat mehrfach das Opfer gefragt: „‚Hast du mit meiner Schwester geschlafen?‘ Auf einmal begannen sie laut zu reden und sich zu schlagen“, erzählte er. „Dann war da dieses Messer und überall Blut.“
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Als der Angreifer nach der Tat flüchten wollte, wurde er von Passanten aufgehalten und kurz darauf von der Polizei festgenommen. Polizeibeamten waren es auch, die sich um das schwerverletzte Opfer kümmerten und es noch vor Ort wiederbelebten. Unter notärztlicher Begleitung wurde der Mann in die Asklepios-Klinik Harburg gebracht. Auf der Fahrt zum Krankenhaus kämpften die Mediziner weiterhin um sein Leben. Am Ende vergebens. Noch während des Transports erlag er seinen schweren Verletzungen.
Messer-Attacke im Phoenix-Center: 25-Jähriger vor Gericht
Nach der Tat räumte die Polizei das Einkaufszentrum und sperrte die umliegenden Straßen weiträumig ab. Das Kriseninterventionsteam (KIT) des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeugen und Angehörigen. Noch am Abend übernahm die Mordkommission ihre Ermittlungen, sicherte Spuren und befragte erste Zeugen. Der mutmaßliche Täter wurde einem Haftrichter vorgeführt und sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft.
Ab Donnerstag muss er sich vor dem Hamburger Landgericht verantworten.
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