Nach dem Messerangriff versuchten die Rettungskräfte vergeblich, das Opfer zu reanimieren. (Archivbild)

Nach dem Messerangriff versuchten die Rettungskräfte vergeblich, das Opfer zu reanimieren. (Archivbild) Foto: Christoph Leimig

Tödliche Messer-Attacke in Billstedt: Brüder zu langer Haftstrafe verurteilt

Ein 29-Jähriger wurde im August 2024 am U-Bahnhof Hamburg-Billstedt ausgeraubt und erstochen. Etwa 30 Männer sollen dabei gewesen sein, als er angegriffen wurde – drei von ihnen landeten vor Gericht. Der erste Täter wurde im vergangenen Jahr bereits zu elf Jahren Haft verurteilt. Nun ist auch gegen die beiden weiteren Angeklagten das Urteil gefallen.

Bashir B. wurde am Montag wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt. 

Bruder zu acht Jahren Gefängnis verurteilt

Sein Bruder wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, weil sich nicht beweisen ließ, dass er selbst auf das Opfer eingestochen hatte. Nach Ansicht des Gerichts war er jedoch mindestens Mittäter. Er war demnach tief in den Konflikt um Drogen, Schulden und zwei verfeindete Gruppen verwickelt, der am 19. August 2024 eskalierte.



Erste Prügelei am Mittag – dann besorgten sie ein Messer

Bereits am Mittag kam es zu einer ersten Prügelei: Bashir B. und sein Bruder sollen mit weiteren Beteiligten mit Fäusten und einem Holzstock auf das Opfer eingeschlagen, es getreten und festgehalten haben. Dabei sollen sie ihm auch die Halskette und seinen Ring entwendet haben.

Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidiger vor Gericht. Zoe Clausen
Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidiger vor Gericht.
Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidiger vor Gericht.

Danach soll das Opfer den beiden Männern mit Gewalt gedroht haben. Außerdem bat es darum, den grundlegenden Konflikt persönlich zu klären. Im Raum standen 15.000 bis 20.000 Euro aus gemeinsamen Drogengeschäften, die Bashir B. dem Toten geschuldet haben soll. Viele Details konnten vor Gericht nicht abschließend geklärt werden.

Opfer starb noch am Bahnhof in Billstedt

Die Brüder besorgten sich daraufhin Messer, so das Gericht. Am U-Bahnhof Billstedt standen sich beide Gruppen gegen 22.50 Uhr erneut gegenüber. Zunächst kam es zu einem Streit, dann stach Bashir B. zu, vermutlich auch unter Beteiligung weiterer Männer. Der Großteil der Anwesenden konnte nie identifiziert werden.

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Das Opfer erlitt fünf Stichverletzungen. Der Mann hatte keine Chance. Er starb trotz Reanimationsversuchen am Tatort. (zc)

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