Ein Mann wird auf einem Laubengang festgenommen

In dem Haus in Bramfeld wurde ein Mann festgenommen. In der Nacht fanden Zeugen im Treppenhaus eine Leiche. Foto: Marius Röer

Streit wegen lauter Musik: Hamburger tötet seinen Nachbarn

Ein 49-jähriger Hamburger hörte im Juni laut Musik in seiner Wohnung. Als sich ein Nachbar wegen der Lautstärke beschwerte, soll der Mann mit einem Küchenmesser auf ihn eingestochen haben, mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand. Jetzt steht er vor Gericht wegen Mordes.

In einem Mehrfamilienhaus in der Bramfelder Chaussee soll der Beschuldigte am Abend des 30. Juni 2025 laut Musik gehört haben. Als ein Nachbar klopfte, um sich zu beschweren, geraten die beiden aneinander. Unvermittelt soll der 49-jährige Beschuldigte daraufhin seinen Nachbarn mit einem Pfefferspray und einem Küchenmesser attackiert haben, so steht es in der Anklage.

Mord: Nachbarn riefen die Polizei

Das Opfer soll daraufhin im Treppenhaus zusammengebrochen sein und starb an einem Verblutungsschock. In der Nacht zum ersten Juli fanden Nachbarn den 54-Jährigen und riefen die Polizei. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Nach Ermittlungen am Tatort habe sich ein konkreter Tatverdacht ergeben, weshalb die Polizisten den 49-jährigen Nachbarn festnahmen.

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Am Freitag, den 2. Januar, muss sich der Beschuldigte nun im Sicherungsverfahren vor dem Schwurgericht verantworten. Ihm wird heimtückischer Mord vorgeworfen. Nach erster Einschätzung soll er im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. In so einem Fall würde es im Verfahren nicht um eine Haftstrafe gehen, sondern um eine dauerhafte Unterbringung in der forensischen Psychiatrie. Die Öffentlichkeit kann bei einem Sicherungsverfahren ausgeschlossen werden.

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