Gericht
Streit eskaliert am Hauptbahnhof: Mann (30) soll Opfer in den Hals gestochen haben – Anklage!
Vor dem Ohnsorg-Theater geraten im Juni 2022 zwei Männer in Streit. Plötzlich rammt einer dem anderen ein Messer in den Hals. Der Angreifer flüchtet nach der Tat. Jetzt kommt es zum Prozess.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Anklage soll er einen anderen Mann bei einem Streit mit einer zerbrochenen Flasche und einem Messer schwer verletzt haben. Der Vorfall liegt bereits einige Jahre zurück.
Am Abend des 25. Juni 2022 gerieten zwei Männer gegen 22.30 Uhr auf dem Heidi-Kabel-Platz in eine Auseinandersetzung. Laut Anklage warf der Angeklagte zunächst eine Glasflasche nach seinem Kontrahenten, die diesen jedoch verfehlte. Anschließend soll er mit dem abgebrochenen Flaschenhals und einem Klappmesser vor ihm herumgefuchtelt und ihm gedroht haben.
Als sich der Mann mit einem Faustschlag zur Wehr setzte, eskalierte die Situation. Der Angeklagte verletzte ihn mit der Flasche und dem Messer oberhalb der linken Brust sowie am Daumen. Das Opfer erlitt unter anderem eine verletzte Arterie am Ohr, tiefe Schnittwunden am Arm sowie durchtrennte Sehnen und Nerven am Daumen.
Messerattacke am Hauptbahnhof: Prozess gegen 30-Jährigen beginnt
Nach der Attacke flüchtete der Angreifer laut Staatsanwaltschaft in Richtung Hauptbahnhof. Das Opfer nahm die Verfolgung auf. Als es ihn einholte, soll ihm der 30-Jährige mit einem Taschenmesser in den Hals gestochen haben. Dabei erlitt das Opfer eine drei Zentimeter tiefe Stichwunde.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte vom Tatort geflohen sein, ohne Hilfe zu leisten oder den Rettungsdienst zu verständigen. Mit der Tat habe er demnach seine Identifizierung verhindern wollen. Ab Dienstag wird ihm vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gemacht.
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