Sein Bekannter hatte Drogenschulden: Er wurde eine Woche lang entführt und verprügelt
Unter dem Vorwand eines Autokaufs soll ein Mann in Billstedt in eine Falle gelockt worden sein: Vor dem Landgericht Hamburg müssen sich am Mittwoch, 15. April, zwei Männer wegen mutmaßlicher Geiselnahme, Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten.
Die Angeklagten sollen am 7. Juni 2025 gemeinsam mit weiteren Tätern das Opfer in ein Haus in Billstedt gelockt haben. Der Mann erwartete dort offenbar die Bezahlung für ein Fahrzeug – stattdessen schlugen die Maskierten laut Anklage mit Fäusten und einer Schusswaffe auf ihn ein und setzten ein Elektroimpulsgerät ein.
Geiselnahme in Billstedt: Erst nach einer Woche gelang dem Opfer die Flucht
Anschließend sollen sie das Opfer gefesselt und geknebelt in eine Badewanne gelegt haben. Bewacht von bewaffneten Männern soll der Mann dort festgehalten und immer wieder misshandelt worden sein. Ziel der Täter war es laut Anklage, das Opfer unter Druck zu setzen: Der Mann sollte einen Bekannten nach Deutschland locken, der angeblich Schulden aus Drogengeschäften gehabt haben soll. Auf Anweisung der Täter soll das Opfer mehrere Nachrichten an ihn verschickt haben.
Erst am 15. Juni gelang dem Mann die Flucht. Er erlitt zahlreiche Verletzungen, darunter Prellungen, Schürfwunden und Schwellungen im Gesicht sowie an Armen und Beinen.
Ein Angeklagter soll mit Drogen gehandelt haben
Einer der Angeklagten steht zudem unter Verdacht, in größerem Umfang mit Drogen gehandelt zu haben. Es besteht der Verdacht, dass er neben 6,37 Gramm Kokain für den Verkauf auch einen ausfahrbaren Schlagstock in seiner Wohnung verwahrt hat.
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Der Prozess gegen die Angeklagten findet am 15. April um 9 Uhr im Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg statt. Bereits im Februar wurde ein Mittäter zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Opfer leidet noch heute unter den Folgen der Geiselnahme. ™
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