Überfall

Den Angeklagten (l., 3.v.l., 4.v.r.) werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Sie sollen einen Überfall auf einen Senior in Eißendorf begangen haben. Foto: Annika Ehlers

Rentner brutal überfallen: „Wir müssen ihn umbringen – er hat uns gesehen“

Im Prozess um den brutalen Überfall auf einen 81-jährigen Mann in Hamburg-Eißendorf haben die drei Angeklagten zum Auftakt vor dem Landgericht zunächst geschwiegen. Das Trio muss sich wegen versuchten Mordes in Verdeckungsabsicht, gefährlicher Körperverletzung und schwerer räuberischer Erpressung verantworten.

Laut Anklage sollen die Männer am 30. August 2025 am Haus des Rentners geklingelt haben. Der 81-Jährige habe an diesem Morgen seinen Gärtner, einen der Angeklagten, erwartet und deshalb arglos die Tür geöffnet.

Anklage: Strangulation mit Jutebeutel über dem Kopf

Die Angeklagten sollen ihn unmittelbar ins Gesicht geschlagen und ins Haus gedrängt haben. Dort zogen sie dem Mann laut Anklage einen Jutebeutel über den Kopf, begannen ihn zu strangulieren und zwangen ihn so zur Herausgabe von „Silber, Gold und Geld“.

Durch weitere Bedrohung und Schläge konnten die Angeklagten zudem im Keller des Hauses 1800 Euro erbeuten. Anschließend hätten sie nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versucht, den Mann zu töten, damit er sie nicht identifizieren kann. Einer der Angeklagten soll dem Rentner demnach gesagt haben: „Wir müssen ihn jetzt umbringen. Er hat uns gesehen“.

Überfall: Pflegekraft rettete dem Rentner das Leben

Der Versuch, ihn mit einer Kabelschlinge aufzuhängen, scheiterte laut Anklage am Widerstand des Opfers und an Geräuschen im Haus. Dort war in der Zwischenzeit die Pflegekraft des Seniors eingetroffen und rettete dem Mann damit unwissentlich das Leben.

Die Angeklagten flüchteten schließlich aus Angst vor einer Entdeckung: „Wir sind jetzt nicht mehr alleine“. Der Rentner erlitt während des Überfalls unter anderem Hämatome im Gesicht, Prellungen im Brustbereich sowie Würgemale am Hals.

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Die drei Angeklagten im Alter von 25 und 45 Jahren sitzen seit Ende August in Untersuchungshaft. Zum Beginn der Verhandlung am Dienstag machten sie noch keine Angaben zur Sache. Eine Aussage ist nach Angaben der Verteidigung für die weiteren Prozesstage geplant.

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