Polizeistreife verfolgt Raser (Symbolfoto)

Der Raser ließ sich auch zunächst von der Polizeistreife nicht stoppen. (Symbolfoto) Foto: Imago

Raser baut Unfälle, rammt Polizeiauto und überfährt fast ein Kind – Anklage!

Ein Raser lieferte sich im Sommer 2025 eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Zugedröhnt und ohne Fahrerlaubnis fuhr der 49-Jährige mit einem geklauten Chevrolet quer durch St. Pauli und Altona. Dabei rammte er einen Lkw sowie mehrere Autos und erfasste beinahe ein Kleinkind. Auch als ein Polizist mit einer Waffe auf ihn zielte, gab er Gas. Nun steht er vor Gericht.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihm Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie gefährliche Körperverletzung vor. Betrunken und ohne Führerschein fuhr der einschlägig polizeibekannte Mann demnach am Nachmittag des 10. September 2025 zunächst die St. Pauli-Hafenstraße entlang. Den Wagen, einen weißen Chevrolet, hatte er zuvor in Uetersen (Kreis Pinneberg) geklaut. Plötzlich verlor der Raser die Kontrolle über sein Fahrzeug, rammte erst ein Auto, geriet dadurch in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit einem Lkw.

„Obwohl beide Unfälle mit lauten Knallgeräuschen einhergingen und dem Angeklagten nicht unbemerkt blieben, soll er anschließend einfach weitergefahren sein“, heißt es in der Anklage. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von insgesamt mehr als 13.000 Euro.


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Ein Polizist nahm die Verfolgung des Mannes auf, der schließlich über die Palmaille und die Max-Brauer-Allee flüchtete. Dabei ignorierte der 49-Jährige an der Ecke Hospitalstraße eine rote Ampel und raste teilweise über einen Gehweg, wo er beinahe ein kleines Kind erfasste, das dort mit seinen Eltern stand.

Raser ab Montag vor Gericht

Auch als er von dem Streifenwagen gerammt wurde, wollte er partout nicht stoppen. Stattdessen legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr weiter, bis er durch drei Polizeiautos zwischen der Max-Brauer-Allee und der Hospitalstraße gestoppt und sein Auto eingekeilt wurde. Doch auch dann wollte er nicht aufgeben. Er versuchte, durch eine Lücke zwischen einem Streifenwagen und einem geparkten Fahrzeug zu brechen. Dabei stellte sich ihm ein Polizeibeamter in den Weg. Trotzdem der Beamte seine Dienstwaffe auf ihn richtete, gab er Gas und versuchte zu entkommen. Dabei touchierte er den Wachmann, der sich gerade noch zur Seite springen konnte.

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Erst durch den Einsatz eines Tasers soll es der Polizei schließlich gelungen sein, den Angeklagten festzunehmen. Der Beamte erlitt Schmerzen am Knie und Rücken sowie einen Cut am Ellenbogen. An den gerammten Fahrzeugen entstand ein weiterer Sachschaden von insgesamt knapp 15.000 Euro.

Ab Montag muss sich der 49-Jährige vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

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