Polizeihubschrauber über der A7 mit Laserpointer angegriffen – Urteil da
Bei einer Bauerndemonstration Anfang 2024 haben Teilnehmer mit Traktoren einen wichtigen Hamburger Verkehrsknoten blockiert. Ein Pilot eines Polizeihubschraubers beobachtete die Lage – und geriet dabei in Gefahr. Nun ist ein Mann verurteilt worden.
Wegen eines Angriffs mit einem Laserpointer auf einen Polizeihubschrauber hat das Amtsgericht Harburg einen Mann zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 51-Jährige sei wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung schuldig gesprochen worden, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit.
Strahl aus dem Laserpointer hätte Auge beschädigen können
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Polizeihubschrauber am 29. Januar 2024 in circa 500 Meter Höhe über einer Demonstration nahe der A7 in Waltershof geschwebt. An jenem Tag hatten Bauern mit rund 100 Traktoren den Verkehr rund um den Finkenwerder Ring blockiert. Die unangemeldete Versammlung hatte nach damaligen Angaben der Polizei erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr durch den Hafen und über die Autobahn.

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Der 51-Jährige richtete laut Anklage den Laserpointer auf den Piloten und nahm dabei eine Verletzung der Hubschrauberinsassen in Kauf. Der Pilot wendete rechtzeitig seinen Blick ab und brach den Aufklärungsflug ab.
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Der Laserstrahl war nach Feststellung des Gerichts so stark, dass er das menschliche Auge hätte schädigen können, wie die Sprecherin sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/mp)
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