In dieser Straße wurde der 62-Jährige mit einem Beil erschlagen.

In einem Haus in dieser Straße wurde der 62-Jährige mit einem Beil erschlagen. Foto: Apple Karten (Screenshot)

Opfer schloss gerade die Tür auf: Mann (42) soll Nachbarn mit Beil erschlagen haben

Viktor K. sitzt ruhig im Gerichtssaal, völlig unauffällig in schwarzer Kapuzenjacke und weißen Sneakern. Ihm wird vorgeworfen, seinen Nachbarn aus dem Nichts mit einem Beil erschlagen zu haben, als dieser gerade seine Tür aufschloss. Dabei sollen die beiden eigentlich ein gutes Verhältnis gehabt haben.

Es war der 30. September 2025 in einem Doppelaus am Moorwerder Osterdeich (Wilhelmsburg). Der Nachbar von Viktor K. kommt gegen 20.30 Uhr nach Hause, ist gerade dabei, seine Tür aufzuschließen – da soll der 42-jährige Ukrainer zugeschlagen haben.

Der Verdächtige stellte sich noch am selben Tag

Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft mit einem Beil auf seinen Nachbarn losgegangen sein. Als dieser zu Boden ging, kniete er sich auf ihn und schlug noch mindestens sechs Mal auf ihn ein. Der 62-Jährige erlitt diverse Knochenbrüche im Oberkörperbereich, ein Schädel-Hirn-Trauma, der Hirnstamm löste sich. Der Mann erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. 

Viktor K. stellte sich am selben Abend bei der Polizei und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Kräfte der Wasserschutzpolizei entdeckten die mutmaßliche Tatwaffe am Elbufer.

Nachbarn sollen ein gutes Verhältnis gehabt haben

Was bewegte Viktor K. zu seiner mutmaßlichen Tat? Die Nebenklagevertreterin erzählte, dass die beiden Nachbarn eigentlich ein gutes Verhältnis hatten. Die Staatsanwaltschaft geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Mann an einer Form von Schizophrenie leidet und im Zustand der Schuldunfähigkeit handelte. Sollte sich das im Laufe des Prozesses bestätigen, würde Viktor K. in der forensischen Psychiatrie untergebracht werden.

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Die weiteren Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil soll am 26. März fallen. 

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