Gericht

Kokain neben Bananen: Neun mutmaßliche Schmuggler angeklagt

Angeklagte sitzen im Sitzungssaal des Strafjustizgebäudes bei einem Kokainprozess.
Den neun Angeklagten wird vorgeworfen, mehrere Hundert Kilogramm Kokain aus Südamerika nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

Neun Männer sollen Hunderte Kilogramm Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben. Nun stehen sie in Hamburg vor Gericht. 

Neun Männer sind in Hamburg angeklagt worden, weil sie in Containern für Bananen und andere Agrarprodukte Hunderte Kilogramm Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben sollen. Ob die Angeklagten sich zu den Vorwürfen äußern werden, ist bislang unklar. Der erste Prozesstag am Freitag am Landgericht Hamburg endete nach der Verlesung der Anklage. 

Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten in drei Fällen vor, Kokain aus Südamerika nach Deutschland geschmuggelt oder einen Transport geplant zu haben. Die Drogen wurden in Containern mit üblichen Handelswaren wie Ananas, Bananen, Mais und Dünger transportiert. 

Zollbeamte entdecken Kokainlieferung in Hamburg

Der Anklage zufolge gelangte im Herbst 2024 eine Kokainlieferung, versteckt in einem Container mit gefrorener Ananas, unentdeckt über den Hafen Bremerhaven nach Deutschland. Die Drogen sollen anschließend von zwei Angeklagten abgeholt worden sein. Die Früchte ließ einer von ihnen der Anklage zufolge in einer Biogasanlage vernichten. 

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Zwei weitere Schmuggelversuche über den Hamburger Hafen scheiterten laut Staatsanwaltschaft. Im Februar 2025 entdeckte der Zoll in Hamburg rund 520 Kilogramm Kokain, das zwischen Bananen aus Ecuador versteckt war. Zuvor sei ein Hinweis eingegangen. Ein weiterer geplanter Transport aus Paraguay kam wegen Lieferproblemen nicht zustande. 

Den Angeklagten wird Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Vier der neun Angeklagten sitzen derzeit in Haft. Der Prozess soll am 22. Juli um 13.30 Uhr fortgesetzt werden. (dpa/mp)

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