Kita-Skandal: Leiterin soll riesige Summe veruntreut haben – Ehemann beteiligt
Eine Kita-Leiterin und ihr Ehemann sollen über Jahre heimlich in die Vereinskasse der Tagesstätte gegriffen haben – nun müssen sie sich wegen zahlreicher Untreuevorwürfe vor Gericht verantworten.
Am Dienstag startet vor dem Amtsgericht Harburg ein Prozess gegen die Leiterin einer Hamburger Kindertagesstätte. Der 52-Jährigen wird gewerbsmäßige Untreue in 107 Fällen vorgeworfen. Auch ihr 56-jähriger Ehemann ist angeklagt, da er in neun Fällen Beihilfe geleistet haben soll.
Kita-Leiterin: 57.000 Euro für private Einkäufe
Laut den Ermittlungen soll die Kita-Leiterin bereits 2014 Zugriffe auf die Vereinskonten des Trägervereins erhalten haben. Zwischen April 2016 und Mai 2019 soll sie dann mit der ihr überlassenen EC-Karte Abhebungen und Zahlungen vorgenommen haben – rund 57.000 Euro, die laut Anklage in private Einkäufe flossen. Unter anderem soll sie von dem Geld Kleidung für 750 Euro oder Reiterbedarf für 3300 Euro gekauft haben.
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Zusätzlich soll sie zwischen 2016 und 2019 weitere 22.500 Euro vom Vereinskonto auf das Konto ihres Ehemanns überwiesen haben – angeblich für Dienstleistungen wie die Betreuung der Kita-Homepage, die laut Anklage nie erbracht wurden. (mp)
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