Illegales Autorennen durch die City hat Konsequenzen

Kennedybrücke
Auf der Kennedybrücke fand das mutmaßliche illegale Autorennen ein Ende.

Mit bis zu 100 km/h sollen sich zwei Männer (26 und 29) nachts ein Autorennen durch Hamburg geliefert haben. Auf der Kennedybrücke krachte es dann: Ein Mercedes wurde zum Totalschaden, zwei Menschen verletzt, auch eine Laterne ging zu Bruch. Jetzt kommt es zum Prozess.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern unerlaubte Kraftfahrzeugrennen vor, dem Älteren von beiden zudem Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässige Körperverletzung. Laut Anklage lieferten sich der 26-Jährige und der 29-Jährige im vergangenen Sommer ein Rennen quer durch die Stadt. Dabei soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Der 29-Jährige soll zusätzlich Cannabis konsumiert haben.

Am 21. August sollen sie sich gegen 23.15 Uhr spontan zu dem Autorennen verabredet haben – entweder durch Worte oder per Zeichen. Anschließend rasten sie laut Anklage mit einem Smart Forfour und einem Mercedes E450 vom Dammtor kommend über die Kennedybrücke. Statt der erlaubten 50 km/h sollen sie mit 80 bis 100 km/h unterwegs gewesen sein.

Plötzlich verlor der 26-Jährige offenbar die Kontrolle: Nachdem er einen Skoda überholt hatte und sich wieder in den Verkehr einfädeln wollte, soll er beim Einscheren mit dem Mercedes eines anderen Autofahrers zusammengestoßen sein. Das Fahrzeug wurde komplett zerstört – Schaden: rund 4000 Euro.

Prozess wegen illegalem Autorennen startet Freitag

Der Fahrer und seine Beifahrerin klagten nach dem Unfall über Schmerzen. Die Frau erlitt laut Anklage zusätzlich eine Hüftprellung und Schmerzen am Arm.

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Doch damit nicht genug: Nach dem Zusammenstoß krachte der Mercedes des Angeklagten auch noch gegen einen Lichtmast auf dem Gehweg. Dabei entstand weiterer Schaden von rund 10.000 Euro.

Am Freitag wird den Männern der Prozess vor dem Hamburger Amtsgericht gemacht.

Illegale Straßenrennen haben in Hamburg in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Im Jahr 2024 leitete die Staatsanwaltschaft 126 Verfahren wegen illegaler Straßenrennen ein. Im August 2024 kam bei einem Rennen zwischen zwei jungen Männern ein Kleinkind (2) ums Leben. Im Juli 2025 endete ein illegales Autorennen zwischen einem Audi-SUV und einem Škoda mit einem Unfall, bei dem der Autofahrer verletzt wurde. Im Februar 2026 krachte ein Mann mit einem geklauten BMW in die Glasfront einer Firma. Anschließend flüchtete er zusammen mit dem Fahrer, mit dem er sich zuvor das Rennen geliefert hatte. Noch immer sucht die Polizei in dem Fall nach Zeugen.