Macheten liegen auf einem Tisch

Einer der Männer soll dem Opfer unter Vorhalt einer Machete angedroht haben, ihn abzustechen, falls er keine Wertgegenstände heraus gebe. (Symbolfoto) Foto: IMAGO/AAP

Homophobe Dating-Falle – Duo soll Mann mit Machete bedroht und ausgeraubt haben

Ein Treffen über eine Dating-App endete für einen Hamburger im Sommer in einem Albtraum. In einem Mehrfamilienhaus soll der Mann mit einer Machete bedroht und ausgeraubt worden sein. Jetzt beginnt der Prozess vor dem Landgericht.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft zwei Männern (26 und 27) gemeinschaftliche besonders schwere räuberische Erpressung vor. Im Sommer soll der jüngere der beiden Angeklagten über eine Datingplattform Kontakt zu dem Mann aufgenommen haben. Sie verabreden sich spätabends in einem Mehrparteienhaus in Wilhelmsburg.

Dort im Treppenhaus taucht plötzlich der zweite Angeklagte auf – bewaffnet mit einer Machete. Er soll dem Mann gedroht haben, ihn „abzustechen“, wenn er nicht sofort seine Wertsachen herausgibt, so die Anklage.


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Das Opfer händigt sein Smartphone, eine Smartwatch und die Autoschlüssel aus und nennt die PINs für das Telefon und die Uhr.

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Während der 27-Jährige den Mann weiter bedroht, soll der andere versucht haben, mit der Bankkarte des Opfers Geld abzuheben. Das klappt laut Anklage jedoch nicht.

Mutmaßliche Macheten-Räuber vor Gericht

Doch die Täter geben nicht auf. Unter erneuter Drohung verrät das Opfer schließlich, dass noch Bargeld im Auto liegt. Mehrere Hundert Euro zieht der Mann schließlich aus einem Staufach. Anschließend machen sich die beiden Räuber laut Anklage mit der Beute aus dem Staub.

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Der Mann erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen übernahm die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA 73), die auf Hasskriminalität spezialisiert ist. Die Beamten konnten die beiden Männer ausfindig machen. Sie vermuten hinter der Tat homophobe Motive.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Hamburg Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden Verdächtigen. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismaterial sicher. Seitdem sitzen die Männer in Untersuchungshaft. Ab Montag müssen sie sich vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

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