Hamburger soll Frau sexuell genötigt und Kinder im Videochat missbraucht haben
Eigentlich sollen Plattformen wie „OmeTV“ Menschen zufällig miteinander verbinden – unabhängig von Wohnort und Sprache. Ein 23-Jähriger aus Hamburg soll die Plattform jedoch genutzt haben, um Mädchen sexuell zu missbrauchen. Zudem soll es auf einem Schulgelände in Harburg zu einem körperlichen Übergriff gekommen sein. Nun steht der Mann vor Gericht.
Der 23-jährige Angeklagte soll in seiner Wohnung in Harburg Videochats mit Mädchen im Alter von vier bis zehn Jahren geführt, und die Gespräche mit seinem Handy aufgezeichnet haben. Die Anrufe liefen über die Plattform „OmeTV“, bei der häufig zeitgleich über 110.000 Nutzer weltweit online sind und die Fremde aus der ganzen Welt in zufälligen Gesprächen verbindet.
23-Jähriger missbrauchte Mädchen über „OmeTV“
Zwischen Juli 2024 und Anfang 2025 soll der Angeklagte während der Gespräche mit Mädchen aus Polen in sieben Fällen für die Kinder erkennbar unter der Decke masturbiert haben. In drei Fällen soll er im weiteren Verlauf seinen Penis entblößt haben, in vier Fällen zeigten die Mädchen intime Körperregionen.
Auf den Videos sollen sowohl der Angeklagte als auch die Kinder zu sehen sein. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, am 18. Februar 2025 auf seinen zwei Handys insgesamt 63 Videodateien mit kinderpornographischen Inhalten besessen zu haben.
In Harburg nötigte er eine 63-Jährige sexuell
Doch nicht nur Kinder sollen den Mann erregt haben. In den frühen Morgenstunden des 13. November 2024 soll er einer damals 63-Jährigen von der Bushaltestelle Mehringweg in Harburg gefolgt sein. Auf dem Gelände einer Berufsschule missbrauchte er sie dann, heißt es in der Anklage.
So soll er ihr Oberteil hochgeschoben und sie an den Brüsten berührt haben. Die Frau stieß ihn wohl von sich, doch der Angeklagte soll sie auf die Knie gedrückt und sie mit Gewalt sexuell genötigt haben.
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Seit dem 5. Dezember 2025 sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Nach MOPO-Informationen konnte man ihn anhand seiner DNA ausfindig machen. Der Prozess startet am Montag vor dem Landgericht. Es sind mehrere Verhandlungstermine angesetzt.