Ex-Freundin erschlagen, Leiche im Schrank versteckt: Beschwerden über Geruch
Weil sie aus der Wohnung im Erdgeschoss einen übel riechenden Geruch wahrnahmen, alarmierten Nachbarn im November 2024 die Polizei. Diese fand die Leiche der 34-jährigen Eva-Maria P. – eingewickelt in einen Teppich und versteckt in einem Schrank. Schnell war klar: Die Frau wurde getötet. Im September 2025 wurde ihr Ex-Freund als der mutmaßliche Täter verhaftet. Der 36-Jährige muss sich nun vor Gericht verantworten.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen ihn Anklage wegen Totschlags erhoben. Er soll seine Ex-Partnerin am 14. November 2024 während eines Streits in deren Wohnung an der Susanne-von-Paczensky-Straße in Altona-Nord mutmaßlich mit einer Weinflasche erschlagen haben. Der Schlag war laut Anklage so heftig, dass die Flasche zerbrach und die Frau zu Boden ging.
Schädelhirntrauma und mehrere Knochenbrüche
Dort soll ihr der Angeklagte mindestens einen weiteren Schlag versetzt haben. Die 34-Jährige erlitt unter anderem mehrere Schädelknochenbrüche sowie Brüche der Augenhöhle, des Jochbeins und des Kiefers. Aufgrund eines Schädelhirntraumas verlor sie das Bewusstsein und verstarb innerhalb kurzer Zeit an ihrem Erbrochenen.
Nach der Tat flüchtete der mutmaßliche Täter. Am 29. November, also gut zwei Wochen nach der Tat, bemerkten Nachbarn einen unangenehmen Geruch aus der Wohnung der 34-Jährigen und alarmierten die Polizei. Diese fand die Frau – eingewickelt in einen Teppich – in einem Wandschrank. Nach MOPO-Informationen soll sie bereits seit mehreren Jahren in dem Mehrfamilienhaus gewohnt haben und Mutter eines achtjährigen Jungen gewesen sein. Von ihrem Sohn sowie von ihrem Ehemann lebte sie getrennt.
Totschlag mit Weinflasche: 36-Jähriger vor Gericht
Zusammen mit der Hamburger Staatsanwaltschaft übernahm die Mordkommission die Ermittlungen. Sie veröffentlichten ein Foto von Eva-Maria P. und baten um Hinweise aus der Bevölkerung.
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Doch erst nach monatelangen Ermittlungen konnte ihr ehemaliger Lebensgefährte im September 2025 schließlich festgenommen werden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Ab Donnerstag wird ihm vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gemacht.
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