Versuchter Femizid aus Eifersucht: Immer wieder gegen den Kopf getreten
Tritte gegen den Kopf, Faustschläge ins Gesicht: Die Liste der Gewalttaten, die ein 51-Jähriger seiner Ehefrau laut Anklage angetan haben soll, ist lang. Was sagt der Mann, der wegen Mordversuchs in Hamburg angeklagt ist, vor Gericht?
Er soll mit voller Wucht mehrfach auf den Kopf seiner Ehefrau getreten haben: Ein 51-Jähriger steht wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Hamburg. „Ich bedauere, was passiert ist“, sagte der Nordmazedonier, als er bei Prozessauftakt eine schriftliche Erklärung vorlas.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich die Frau zwei Monate vor der Tat am 6. April 2024 von ihrem Ehemann getrennt. Die Anklage geht davon aus, dass der 51-Jährige seine Partnerin töten wollte, weil aus seiner Sicht kein anderer Mann eine Beziehung mit ihr führen dürfe.

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Auf der Dachterrasse einer Wohnung in Rahlstedt sei es zu der Attacke gekommen. Die Anklage listet zahlreiche Faustschläge ins Gesicht und Tritte gezielt gegen den Kopf auf. Die Frau habe unter anderem eine Gehirnerschütterung, eine Nasenbeinfraktur, eine Trommelfell-Verletzung sowie eine Vielzahl von Hämatomen, Prellungen und Risswunden erlitten.
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Der Sohn versuchte, seiner Mutter zu Hilfe zu eilen. Schließlich gelang es ihm, die Polizei zu informieren. Zwei Beamte konnten den Mann von seinem Opfer wegziehen. „Das ganze Gesicht war geschwollen“, sagte einer der Polizisten als Zeuge im Gerichtssaal über das Opfer.
Mordversuch vor Gericht: „Ich hatte nicht die Absicht, sie zu töten“
Er habe 24 Jahre mit der Frau zusammengelebt, habe mehrere Kinder mit ihr, berichtete der Angeklagte. So etwas sei vorher noch nie passiert. Er habe Alkohol getrunken und einen Joint geraucht. Seine Frau habe ihm in einem Streit gesagt, dass sie nun die Scheidung wolle. Das habe ihn in Wut versetzt. „Ich hatte nicht die Absicht, sie zu töten.“
Das Landgericht hat insgesamt acht Prozesstage bis Mitte Mai angesetzt. (mp/dpa)
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