Eugen Blocks nächste Breitseite: Hamburger Justiz „ist bösartig“
Eugen Block (85) hat sich erneut mit einer „persönlichen Erklärung“ zum Prozess um die Entführung seiner Enkelkinder gemeldet, und diesmal klagt er die Justiz nicht als Vater, sondern als Onkel an: Auch seine Nichte und deren Ehemann stehen seit Monaten vor Gericht, wegen eines 20-minütigen Transports der entführten Kinder in einem gesicherten Auto. „Bösartig“ sei das, schäumt der Unternehmer.
„Meine Nichte und ihr Ehemann sitzen nun schon bald sieben Monate im Gerichtssaal, bis jetzt insgesamt 34 Verhandlungstage vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag“, heißt es in dem Schreiben des „Patriarchen“. Beide sind wegen Beihilfe angeklagt: Die Angeklagte hatte ihre Cousine Christina Block und deren beiden Kinder am 2. Januar 2024 im Hamburger Umland in Empfang genommen und mit ihrem Auto zu Christina Blocks Wohnhaus in Tonndorf gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, dass sie von der Entführung gewusst und extra die Kindersicherung aktiviert habe, damit Klara und Theo nicht flüchten konnten – das sei Beihilfe zur Kindesentführung. Ihr Mann ist ebenfalls der Beihilfe angeklagt, weil er das Treffen der Cousinen mit Standortangaben koordiniert haben soll.
Eugen Block schimpft auf Justiz: „Schikane!“
Eugen Block ist empört und attackiert erneut die Kammer unter Vorsitz der Richterin Isabel Hildebrandt: „Dieser Vorwurf zeigt zugespitzt die ganze Absurdität des Verfahrens. Meine Nichte hat sich nur so verhalten, wie es der ADAC empfiehlt: ‚Kinder ausschließlich ordnungsgemäß gesichert befördern – auch bei kurzen Strecken‘. Eine Justiz, die so etwas zuwege bringt, ist bösartig. Das hat nichts mit der Schaffung von Gerechtigkeit, sondern allein mit Schikane zu tun. Hierfür ist die Große Strafkammer 32 am Landgericht Hamburg verantwortlich!“ Vergeblich hatte Eugen Block bereits mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Vorsitzende gestellt.
Tatsächlich haben die Verteidiger des Ehepaares mehrfach versucht, die Verfahren gegen ihre Mandanten abzutrennen und zu einem schnellen Ende zu führen, angesichts des sehr geringen „Tatbeitrags“. Die Cousine, Patentante des entführten Mädchens, hatte in ihrer Einlassung unter Tränen erklärt, sie habe nur helfen wollen, als Christina Block sie darum gebeten hatte: „Wie hätten Sie reagiert an meiner Stelle?“, fragte sie das Gericht.
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Christina Block und ihre Kinder waren am 2. Januar 2024 vom Besitzer des Alpakahofs, auf dem die „Wiedervereinigung“ stattgefunden hatte, bis in die Nähe von Hamburg gefahren worden. Für den letzten Teil der Strecke waren sie in das Auto der Cousine umgestiegen, die Fahrt dauerte etwa 20 Minuten.
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