Ein Feuerlöscher in einem Zug

Ein Mitreisender griff in dem Zug zu einem Feuerlöscher und verhinderte Schlimmeres. (Symbolfoto) Foto: imago/Gottfried Czepluch

Er wollte im Zug mit Gaskocher Kaffee kochen: Mann wegen Brandstiftung vor Gericht

Ein Regionalexpress kurz nach Abfahrt in Hamburg-Dammtor – plötzlich brennt ein Sitz. Ein Fahrgast soll versucht haben, dort mit einem Gaskocher Kaffee zu kochen. Jetzt steht der 77-Jährige vor Gericht.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige und versuchte vorsätzliche Brandstiftung vor. Der Senior soll am Nachmittag des 2. Februar 2025 in einem Regionalzug Richtung Neumünster ein gefährliches Experiment gestartet haben. Kaum war der Zug in Hamburg-Dammtor losgefahren, soll der 77-Jähirge einen Gaskocher auf einem Sitz aufgebaut haben, um sich im fahrenden Zug einen Kaffee zu brühen.

Doch das ging schief: Laut Anklage gerieten der Sitz und sein Koffer in Brand. Starker Rauch zog durch den Wagen, rund 385 Euro Sachschaden entstanden. Statt das Feuer zu löschen, soll der Mann den brennenden Koffer und den Kocher in den Eingangsbereich des Waggons geworfen haben – und damit billigend in Kauf genommen haben, dass der ganze Zug Feuer fängt.

Mit Gaskocher im Zug Kaffee gekocht: Rentner vor Gericht

Zum Glück reagierte ein Mitreisender schnell: Er schnappte sich einen Feuerlöscher und erstickte die Flammen, bevor Schlimmeres passieren konnte. Mitreisende zogen schließlich die Notbremse. Bei Ankunft des Zuges in Neumünster standen schon Bundespolizisten auf dem Bahnsteig und stellten den mutmaßlichen Verursacher fest. Der 77-Jährige verletzte sich bei dem Brand und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Am Mittwoch muss sich der Rentner vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten. (jek)

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