Der Angeklagte beim Prozessauftakt. Er gab zu, in Sylvie Meis' Wohnung eingebrochen zu sein.

Der Angeklagte beim Prozessauftakt. Er gab zu, in Sylvie Meis' Wohnung eingebrochen zu sein. Foto: Zoe Clausen/ picture alliance / ABBfoto

Einbrecher stehlen Sylvie Meis Luxusgüter für 500.000 Euro: Urteil gefallen

Als die Einbrecher im Juli 2023 in das Zuhause von Sylvie Meis in Eppendorf einstiegen, war die Moderatorin gerade im Urlaub. Die Täter entkamen mit Luxus-Handtaschen und Schmuck im Wert von 530.000 Euro. Seit Januar stand einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht. Am Freitag fiel das Urteil gegen den 42-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht. Auch Sylvie Meis war am letzten Prozesstag als Zeugin geladen.

Im Juli 2023 war in die Eppendorfer Wohnung der Moderatorin eingebrochen worden. Die Einbrecher entkamen mit Schmuck und Luxus-Handtaschen im Wert von 530.000 Euro, während Meis Urlaub auf Ibiza machte. Am Freitag wurde einer der beiden mutmaßlichen Einbrecher verurteilt. Arijan N. (Name geändert) muss wegen schweren Wohnungseinbruchdiebstahls in Tateinheit mit Sachbeschädigung für vier Jahre hinter Gitter.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er an jenem Tag zusammen mit einem unbekannten Mittäter über ein Baugerüst in den fünften Stock des Hauses kletterte, dort die Terrassentür zum Penthouse aufbrach und sich so Zugang zum Ankleidezimmer der Moderatorin verschafft hatte. Offenbar hatten die Einbrecher zuvor die Social-Media-Aktivitäten der Niederländerin verfolgt, wo sich Sylvie Meis mit den teuren Handtaschen zeigte und auch ihren Urlaub erwähnte.


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Als die Moderatorin dann in den Urlaub nach Ibiza flog, soll der 42-Jährige extra nach Deutschland eingereist sein. Einzig, um in die Eppendorfer Wohnung einzubrechen, so die Staatsanwaltschaft.

Einbrecher stahlen bei Sylvie Meis teuren Schmuck und Luxus-Handtaschen

Dort erbeuteten die Männer neben Schmuck unter anderem 22 Taschen der Marke Hermès, vier Chanel-Taschen und weitere Modelle von Yves Saint Laurent und Bulgari. Gesamtwert: 530.000 Euro. Die Taschen sind nach dem Einbruch nicht wieder aufgetaucht, Meis wurde von der Versicherung entschädigt.

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Am Tatort fanden Ermittler die DNA-Spuren von Arijan N., der in Österreich zweifach vorbestraft ist. „Eine ganz gute Beweislage“, machte der Richter zu Prozessbeginn klar und riet dem Angeklagten zu einem Geständnis, das er kurz darauf ablegte.

„Ich bin mit einem anderen zusammen in die Wohnung eingedrungen“, gab N. Zu, erklärte aber auch, dass er „nicht der Kopf der Sache“ sei. Aus Angst wolle er jedoch keine weiteren Namen nennen. Für seinen Beitrag habe er 15.000 Euro erhalten. Erst im Rahmen der Verhandlung sei ihm klar geworden, wie teuer die Taschen waren und schob hinterher: „Es tut mir sehr leid, ich bereue es.“

Am letzten Prozesstag sagte das Opfer Sylvie Meis als Zeugin aus. Lenthe-Medien
Am letzten Prozesstag sagte das Opfer Sylvie Meis als Zeugin aus.
Am letzten Prozesstag sagte das Opfer Sylvie Meis als Zeugin aus.

Silvie Meis war am Freitag als Zeugin geladen, erklärte laut „Hamburger Abendblatt“, dass ihr der Einbruch schwer zugesetzt habe. „Ich habe bestimmt ein Jahr nicht durchgeschlafen. Ich habe sehr viel geweint“, wird die 47-Jährige zitiert. Sie habe seitdem Panikattacken und spüre, wie ihre Hände „nass werden“, wenn sie alleine zu Hause ist und Geräusche hört, die sie nicht einordnen könne. Die Wohnung habe sie nach dem Einbruch von einem sogenannten „Spy-Team“ auf Kameras und Mikrofone durchsuchen lassen.

Vor Gericht entschuldigte sich der Einbrecher bei ihr. „Ich bitte aufrichtig um Verzeihung“, sagte er mithilfe eines Übersetzers. „Es war nicht meine Intention, Schmerzen zu verursachen. Ich freue mich, dass Sie die Krebserkrankung besiegt haben. Und ich hoffe, nach dem heutigen Tag können Sie sich wieder etwas ruhiger fühlen.“

Meis soll dem angeklagten zweifachen Vater geantwortet haben: „Ich habe verstanden, dass Sie eine Entscheidung getroffen haben, die Sie bestimmt sehr, sehr bereuen. Ich bin ein Mensch, der nicht in Hass lebt. Und deswegen finde ich es einfach so schlimm, dass durch diese Tat, die passiert ist, so viele Menschen negativ betroffen sind. Es tut mir so unendlich leid für Ihre Kinder“, sagt sie weiter zu dem zweifachen Vater.

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