Dreimal denselben Supermarkt überfallen – Zehntausende Euro geraubt
Dreimal soll er zugeschlagen haben – immer am selben Ort, immer nach Ladenschluss: Vor dem Landgericht Hamburg steht am Mittwoch ein 25-Jähriger, der mehrmals einen Supermarkt in Langenbek überfallen haben soll.
Er ist in drei Fällen wegen schwerer und besonders schwerer räuberischer Erpressung angeklagt – in einem Fall auch wegen gefährlicher Körperverletzung.
Supermarkt in Langenbek überfallen – Mann vor Gericht
Laut Ermittlungen begann die Serie im Dezember 2023: Der Angeklagte soll nach Ladenschluss maskiert am Hintereingang des Supermarktes mehrere Mitarbeiter und eine Passantin mit einer Schusswaffe oder Attrappe bedroht und in die Lagerräume gedrängt haben. Dort soll er eine Angestellte mit vorgehaltener Waffe gezwungen haben, den Tresor zu öffnen. Mit rund 15.900 Euro Bargeld flüchtete er. Im März 2024 kehrte er zurück – diesmal mit Reizgas. Wieder soll er Mitarbeiter bedroht und mehr als 44.000 Euro erbeutet haben.
Zwei Monate später folgte der dritte Überfall: Der Täter soll zwei Passantinnen auf dem Gelände abgefangen, mit Reizgas eingeschüchtert und sie gezwungen haben, am Hintereingang des Supermarktes zu klopfen. Während er selbst neben der Tür gewartet haben soll, öffnete ein Mitarbeiter – der Mann soll den Moment genutzt haben, um in die Lagerräume einzudringen. Auch die beiden Frauen soll er hineingedrängt haben. Dort soll er unter Vorhalt des Reizgases Geld gefordert haben. Ein Mitarbeiter soll ihm dann einen Beutel mit rund 6400 Euro gegeben haben.
Täter versprühte Reizgas
Als ein Sicherheitsmitarbeiter eingreifen wollte, soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Dabei soll der Angeklagte Reizgas ins Gesicht des Mannes gesprüht haben, wodurch dieser Schmerzen und tränende Augen erlitt. Auf seiner Flucht soll der Täter das Spray erneut eingesetzt haben – das Reizgas breitete sich im Lager aus und führte bei einem weiteren Mitarbeiter zu Hustenanfällen und Reizungen im Kopfbereich.
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Der Prozess gegen den Angeklagten beginnt am 15. April um 9 Uhr im Landgericht Hamburg. Vor Gericht soll sich klären, ob der 25-Jährige für die Serie von Überfällen verantwortlich ist. (mp)
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