Ein Beamter der Brandermittlung dokumentiert nach dem Brand die Spuren. (Archivbild)

Ein Beamter der Brandermittlung dokumentiert nach dem Brand die Spuren. (Archivbild) Foto: RUEGA

Drei Tote nach Feuer im Marienkrankenhaus: Urteil gegen Brandstifter verkündet

Mehr als sechs Monate nach dem tödlichen Brand im Hamburger Marienkrankenhaus hat das Landgericht Hamburg ein Urteil gegen den Brandstifter gefällt. Drei Menschen kamen damals bei dem Feuer ums Leben.

Im Sicherungsverfahren gegen den 73-jährigen Mann hat das Landgericht Hamburg die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Mann stand wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung mit Todesfolge in Tateinheit mit Mord mit gemeingefährlichen Mitteln vor Gericht. Hintergrund ist der verheerende Brand im Marienkrankenhaus Anfang Juni dieses Jahres, bei dem drei Patienten ums Leben kamen.

Senior setzte Kopfkissen mit Feuerzeug in Brand

Wie die MOPO berichtete, soll der Beschuldigte in der Nacht zum 1. Juni 2025 als Patient in seinem Krankenzimmer im Erdgeschoss ein Kopfkissen mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt haben. Das Feuer breitete sich schnell aus, große Teile der Station wurden beschädigt. Drei Patienten starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weitere Menschen wurden verletzt. Pflegekräfte, Mitpatienten und Einsatzkräfte konnten sich teils nur unter Lebensgefahr retten.

Das Verfahren wurde als Sicherungsverfahren vor dem Schwurgericht geführt. Mit dem nun verkündeten Urteil ordnete das Gericht keine Haftstrafe, sondern eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung an. Ob Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt werden, ist bislang offen.

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