Dealer soll auf St. Pauli seinen Kunden fast totgeschlagen haben
Zwei Männer treffen sich zu einem Drogenverkauf – am Ende liegt einer mit lebensgefährlichen Verletzungen auf der Straße. Nun soll ein Gericht klären, was sich auf St. Pauli im November 2024 genau ereignet hat.
Es ist der Abend des 14. Novembers 2024. Gegen 18.45 Uhr trifft sich eine Gruppe von Männern in der Hafenstraße auf Sankt Pauli. Einer von ihnen ist Dealer, er ist in Begleitung erschienen. Der 28-Jährige ist jetzt, über ein Jahr später, wegen versuchten Totschlags angeklagt. Sein Fall wird ab Dienstag vor dem Landgericht verhandelt.
Dealer soll mit Eisenstange oder Ast auf den Mann eingeschlagen haben
Laut Staatsanwaltschaft verkaufte der Angeklagte oder einer seiner Begleiter dem damals 26-jährigen Geschädigten T. eine kleine Menge Betäubungsmittel. Danach trennten sich ihre Wege – vorerst.

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Der Geschädigte kehrte laut Anklage kurz darauf zurück, um sein verloren gegangenes Handy zu suchen. Dabei soll der 28-Jährige erneut aufgetaucht sein – diesmal bewaffnet. Mit einem länglichen Schlagwerkzeug, mutmaßlich einer Eisenstange oder einem massiven Ast, habe er T. auf den Kopf geschlagen, nachdem dieser zunächst geflüchtet und gestürzt war.
St. Pauli: Zeugin soll die Täter bei der Flucht gesehen haben
Der Angeklagte habe dabei tödliche Verletzungen in Kauf genommen und habe T. hilflos zurückgelassen. Der Geschädigte soll bei dem Angriff einen Schädelbruch sowie Hirnblutungen erlitten haben und musste wegen akuter Lebensgefahr intensivmedizinisch behandelt werden.
Die Polizei sperrte den Tatort auf St. Pauli weiträumig ab und leuchtete ihn mit einem mobilen Lichtmast aus. Über mehrere Stunden waren die Spurensicherung und die Mordkommission im Einsatz. Eine Zeugin berichtete damals, dass die mutmaßlichen Täter die Balduintreppe hinauf geflüchtet seien.
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Ab Dienstag muss sich der 28-Jährige vor dem Landgericht Hamburg wegen versuchten Totschlags verantworten. Für den Prozess sind mehrere Termine angesetzt.
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