Christina Block im Gericht

Christina Block im Gericht Foto: dpa

Block-Prozess wird fortgesetzt: Jetzt sagen Mitarbeiterinnen des Jugendamtes aus

Der Prozess um die Entführung der Block-Kinder Theo (12) und Klara (15) wird fortgesetzt: Am Donnerstag sollen drei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes aussagen, die in das seit 2021 eskalierte Sorgerechtsverfahren zwischen Christina Block und Stephan Hensel involviert waren. Darunter auch eine Mitarbeiterin, die die Kinder nach der Entführung im Haus der Mutter Christina Block besucht hatte. Klara hatte sie anschließend der unterlassenen Hilfeleistung beschuldigt.

Gegen die eine Zeugin, Mitarbeiterin des Jugendamtes im Bezirk Nord, war kurz sogar wegen Beihilfe zur Kindesentführung ermittelt worden: Klara hatte im Januar 2024 gegenüber den Ermittlern erklärt, die Jugendamtsmitarbeiterin habe bei dem Hausbesuch nach der Entführung nicht auf ihren Wunsch reagiert, von der Mutter weggebracht zu werden.

Block-Tochter: Vorwürfe gegen Jugendamt

Die Geschwister, damals 10 und 13 Jahre alt, waren in der Silvesternacht 2023 gewaltsam von Dänemark nach Deutschland verschleppt worden. Sie habe sich bei dem Besuch an die Vertreterin des Jugendamtes gewandt und um Hilfe für sich und den Bruder gebeten, sagte Klara damals. Unter Tränen habe sie geschildert, dass sie ihre Familie in Dänemark vermisse, und den Wunsch geäußert, mit ihrem Vater zu telefonieren. Die Mitarbeiterin habe ihr aber nicht geholfen, so Klara, sie fühle sich im Stich gelassen, weil das Jugendamt doch ausdrücklich dazu da sei, Kindern zu helfen. Die Staatsanwaltschaft konnte aber keine Hinweise auf strafbares Verhalten finden und stellte die Ermittlungen gegen die Jugendamtsmitarbeiterin ein.

Das Mädchen soll sich damals auch darüber beklagt haben, dass das Jugendamt weiterhin den Umgang der Kinder mit Mutter und Großvater befürworten würde, obwohl sie und ihr kleiner Bruder die beiden nicht sehen wollten. Die Mutter sei gewalttätig gegen die Kinder gewesen und der Großvater habe die Schilderungen der Enkel klein geredet, was die Kinder tief getroffen habe.

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Die Vernehmung des Kronzeugen David Barkay wird nach derzeitiger Planung erst am 19. Januar fortgesetzt. Der Israeli, Kopf der Entführerbande, hatte Christina Block und den ebenfalls angeklagten Familienanwalt der Blocks schwer belastet: Sie hätten die Entführung der Kinder in Auftrag gegeben. Der Anwalt habe den Kidnappern 220.000 Euro in bar übergeben und Christina Bock habe sich noch kurz vor dem Überfall in der Silvesternacht 2023 bei dem Team bedankt. Und betont, dass es sich um eine legale Aktion handele, und nur darum gebeten, den Kindern bei der Entführung nichts über den Kopf zu ziehen. Christina Block bleibt bei ihrer Darstellung, sie habe von den Plänen der Israelis nichts gewusst, diese hätten ihre beiden jüngsten Kinder auf eigene Faust entführt.

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