Besteckmesser, Fäuste und Revolver – versuchter Totschlag auf dem Steindamm
Blutige Eskalation am Steindamm: Im März 2024 eskalierte ein Streit im Drogenmilieu derart, dass am Ende mehrere Schüsse fielen. Ab Dienstag müssen sich deswegen zwei Männer vor dem Hamburger Landgericht verantworten.
Den beiden 38- und 36-jährigen Angeklagten wird nach einer blutigen Auseinandersetzung vor mehr als zwei Jahren gemeinschaftlich versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.
Steindamm: Streitgespräch eskaliert
Ein Rückblick: Am frühen Morgen des 31. März 2024 soll der 38-jährige Angeklagte das spätere Opfer in ein Streitgespräch verwickelt haben – mutmaßlich im Zusammenhang mit Drogengeschäften. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Beschuldigte dann ein Besteckmesser aus der Hosentasche gezogen haben. Daraufhin habe der andere Mann ihm einen Faustschlag versetzt.
Wenig später soll die Situation endgültig außer Kontrolle geraten sein. Der Angeklagte sei zu dem 36-jährigen Beschuldigten und einem inzwischen verurteilten Komplizen gegangen, die etwas abseits gestanden haben sollen. Dann, so der Vorwurf, habe der Komplize einen Revolver gezogen und aus kurzer Distanz mehrfach auf das Opfer geschossen.
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Der angeschossene Mann wurde schwer verletzt: Er erlitt einen Durchschuss am Oberarm, Steckschüsse an Hüfte und Oberschenkel sowie einen Durchschuss im Gesäßbereich. Trotz der Verletzungen gelang ihm die Flucht vom Tatort.
Komplize zu acht Jahren Haft verurteilt
Der Komplize wurde bereits im April 2025 zu acht Jahren Gefängnis wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und unerlaubtem Besitz von Waffen und Munition verurteilt. „Diese Zustände auf Hamburgs Straßen, dieses Rumgeballer wie im Wilden Westen, das muss aufhören!“, urteilte die Vorsitzende Richterin damals.
Nun müssen sich auch die anderen beiden Männer vor Gericht verantworten. Ihr Prozess beginnt am Dienstagmorgen. Weitere Verhandlungstage sind angesetzt. (mp)