Gericht

Auf Flucht vor der Polizei: 21-Jähriger ohne Lappen baut Crash mit „Miles“-Audi

Auf der Flucht vor der Polizei verlor der Fahrer des „Miles“-Audi die Kontrolle und raste gegen einen Stromkasten.
Auf der Flucht vor der Polizei verlor der Fahrer des „Miles“-Audi die Kontrolle und raste gegen einen Stromkasten (Archivbild).

Mit Tempo 170 floh ein junger Mann im Juni 2024 vor der Polizei. Er raste gegen eine Hauswand. Nun steht er vor Gericht. 

Ein 21-Jähriger muss sich am Donnerstag vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Fahren ohne Fahrerlaubnis, verbotenes Kraftfahrzeugrennen, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor.

Mit falschen Zugangsdaten soll der junge Mann am 6. Juni 2024 ein „Miles“-Auto gemietet haben. Ohne Führerschein, aber dafür mit offenbar viel Selbstbewusstsein und zwei weiteren Mitfahrern cruist er damit kurz vor Mitternacht durch Wandsbek. Als auf der Robert-Schumann-Brücke eine Polizeistreife auf den Audi aufmerksam wird und ihn anhalten will, dreht der junge Mann um und gibt Gas. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf.

Raser verliert Kontrolle und kracht in Hauswand

Doch trotz des Signals „Stopp Polizei“, eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn hält er das Auto nicht an. Stattdessen rast er durch die Stadt, ignoriert mehrere rote Ampeln, fährt zeitweise auf der Spur des Gegenverkehrs und beschleunigt den Wagen auf 170 km/h. Zu schnell für die Beamten, die den Audi aus den Augen verlieren. Laut Anklage gerät er auf der Wandsbeker Allee ins Schlingern, rast jedoch unbeirrt weiter.

An der Kreuzung Nordschleswiger Straße/Alter Teichweg findet die Flucht ein abruptes Ende: Der Fahrer verliert in einer Kurve mit mutmaßlich Tempo 150 die Kontrolle über das Fahrzeug. Er kollidiert mit einem Holzpoller, rammt einen Strommast und kracht schließlich in eine Hauswand. Nach dem Unfall flüchten die drei Insassen vom Unfallort. Die Polizei stellt den völlig zerstörten Audi sicher, kann später auch den Fahrer ausfindig machen. Der  Sachschaden beträgt rund 48.500 Euro.

Am Donnerstag wird dem 21-Jährigen der Prozess gemacht. Da der Angeklagte zur Tatzeit noch Heranwachsender war, kann die Öffentlichkeit bei der Verhandlung ausgeschlossen werden.

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