Im September kam der Zoll zwei Männern auf die Spur, die im Hafen Kokain in Sporttaschen transportierten. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht. (Archivbild)

Im September kam der Zoll zwei Männern auf die Spur, die im Hafen Kokain in Sporttaschen transportierten. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht. (Archivbild) Foto: Nonstop News

940 Kilo Kokain im Hafen: Zoll schlägt bei Drogen-Abholung zu – Anklage!

Mehr als 20 Sporttaschen, gefüllt mit Kokain, stellten Zollbeamte im September 2025 im Hamburger Hafen sicher. Zwei Männer hatten zuvor 468 Kilogramm der Droge abgeholt und nach Billstedt gebracht. Als sie die restliche Menge holten und damit verschwinden wollten, kam ihnen ein aufmerksamer Hafenmitarbeiter dazwischen, der sie nicht mehr vom Gelände ließ. Nun startet der Prozess vor dem Hamburger Landgericht.

Die beiden 22- und 37-Jahre alten Männer müssen sich wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Beihilfe zur unerlaubten Einfuhr sowie unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten.

Am 13. September 2025 waren sie laut Anklage auf das Gelände des Terminals O’ Swaldkai an der Dessauer Straße im Hamburger Hafen gefahren, um dort im Auftrag von bislang unbekannten Mittätern Kokain im dreistelligen Kilobereich abzuholen. Dieses war zuvor per Schiff nach Hamburg gelangt und lagerte in einem Hohlraum eines Frachtschiffes. Insgesamt handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um mutmaßlich 940 Kilogramm.



Die Männer trugen hafentypische Arbeitskleidung und fuhren mit einem Transporter über eine Rampe auf Deck 6 des im Hafen liegenden Schiffes. Dort sollen Mitglieder der Schiffsbesatzung zunächst eine Teilmenge von 468 Kokainblöcken in Reisetaschen verstaut und anschließend in das Fahrzeug der Angeklagten geladen haben. Damit fuhren die beiden Männer dann nach Billstedt zu einem Gelände an der Möllner Landstraße, wo Unbekannte die Drogen entgegennahmen, um sie weiterzutransportieren.

Angeklagte wegen Kokain-Schmuggel vor Gericht

Anschließend sollen die Angeklagten in den Mittagsstunden zurück zum Hafen gefahren sein, um die restlichen Drogen abzuholen. Doch dabei zogen sie offenbar die Aufmerksamkeit eines Hafenmitarbeiters auf sich. Dieser hatte die Männer dabei beobachtet, wie sie Sporttaschen in den Kleintransporter luden, und ihnen daraufhin die Ausfahrt vom Terminalgelände untersagt.

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Die Arbeiter alarmierten anschließend eine Kontrolleinheit des Zolls, die den Fahrer des Transporters festnehmen konnte. Der Beifahrer flüchtete zunächst, konnte jedoch wenig später mit Unterstützung der Polizei, unter Einsatz eines Spürhundes und eines Polizeihubschraubers, auf dem Terminalgelände festgenommen werden. Er hatte sich unter einem Fahrzeug auf dem Gelände versteckt. Im Kleintransporter stellten die Einsatzkräfte insgesamt 472 Kilogramm Kokain in 24 Sporttaschen sicher.

Noch am selben Tag wurden die Wohnadressen der beiden Verdächtigen durchsucht und ein Haftbefehl gegen sie erlassen. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Ab Mittwoch wird ihnen der Prozess gemacht.

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