58-Jährige soll kiloweise Kokain durch die Gegend gefahren haben – Anklage!
Eine 58-Jährige muss sich in Hamburg vor Gericht verantworten. Sie soll Teil eines Drogenrings gewesen und Kurierfahrten übernommen haben. Kiloweise Kokain und Marihuana sowie Unmengen an Bargeld soll sie teilweise quer durch Deutschland kutschiert haben. Jetzt steht sie vor Gericht.
Die Angeklagte muss sich unter anderem wegen des Verdachts der Beihilfe zum gemeinschaftlichen bandenmäßigen unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und mit Cannabis in nicht geringer Menge vor dem Landgericht verantworten.
Die Taten liegen schon ein paar Jahre zurück. So soll sie sich bereits im Frühjahr 2020 vier weiteren mutmaßlichen Drogendealern angeschlossen haben, um deutschlandweit mit Kokain und Marihuana im Kilogrammbereich zu handeln.

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Anfang Mai 2020 soll sie ein Auto mit elf Kilogramm Kokain in Steinkirchen (Landkreis Stade) übernommen und nach Berlin gefahren haben. Dort soll sie fast die gesamte Lieferung an andere Kuriere weitergegeben und 106.200 Euro als Teilzahlung kassiert haben. Das Geld ging anschließend zurück an einen der gesondert verfolgten Hintermänner.
Kokain-Tansport mit Hunderttausenden Euro Bargeld: Frau vor Gericht
Zwei Kilogramm Kokain sollen danach wieder in Hamburg gelandet sein, wo sie die Drogen laut Anklage an der Osterstraße an ein weiteres Bandenmitglied übergab. Bei einem anderen Transport soll die Angeklagte in Hamburg-Eimsbüttel Marihuana abgeholt haben, um es weiterzuverkaufen.
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Außerdem werfen die Ermittler ihr mehrere Bargeldfahrten im April 2020 vor: Insgesamt rund 200.000 Euro soll sie zwischen Hamburg, Berlin und Gronau transportiert haben – mutmaßlich zur Bezahlung neuer Drogenlieferungen.
Die Kommunikation zu den Drogengeschäften lief über verschlüsselte Handys des Netzwerks EncroChat. Doch ebenfalls im Frühjahr 2020 war es der Polizei in den Niederlanden und in Frankreich gelungen, die Software dieser Firma zu knacken und einige Monate lang insgesamt mehr als 20 Millionen geheime Chat-Nachrichten abzuschöpfen.
Danach hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass diese in Deutschland verwertet werden dürfen, wenn es um die Aufklärung schwerer Straftaten geht. Ab Mittwoch wird der mutmaßlichen Drogendealerin vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gemacht.
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