Die orientalische Wachtel mit Minzspinat hat die Tester vom „Michelin“ nachhaltig beeindruckt.

Die orientalische Wachtel mit Minzspinat hat die Tester vom „Michelin“ nachhaltig beeindruckt. Foto: The Fontenay

Gericht aus Hamburg beeindruckt die „Michelin“-Tester: „Unvergesslich!“

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Sie testen weltweit die besten Restaurants – anonym und nach bestimmten Kriterien. Und einige Gerichte bleiben den sogenannten Inspektoren des „Guide Michelin“ ganz besonders im Gedächtnis. Jetzt haben sie ihre „6 unvergesslichen Gerichte 2025“ aus deutschen Restaurants gekürt. Auch die Speise von einem Hamburger Koch ist dabei.

Dieses Lob schmeichelt wohl jedem Koch: „Einige wenige Gerichte berühren so sehr, dass sie sich nachhaltig – meist für immer – in unser Gedächtnis einprägen und noch Jahre später ,auf der Zunge’ abrufbar sind“, schreiben die Tester des berühmten „Guide Michelin“. Sie haben sechs Gerichte gekürt, die ihnen 2025 nicht mehr aus dem Kopf gingen.

„Guide Michelin“ verkündet die „6 unvergesslichen Gerichte 2025“

Darunter: die orientalische Wachtel mit Minzspinat, Aubergine und Rosinensoße von Zwei-Sterne-Koch Julian Stowasser aus dem „Lakeside“ (im Luxushotel „The Fontenay“ in Rotherbaum).

Die Wachtel ist „feinst gewürzt, mit eigener Farce gefüllt und in aromatisiertem Olivenöl punktgenau rosa confiert“ und habe eine „butterzarte Textur“, heißt es. Eine „orientalische Gewürzmischung ummantelt das Fleisch … und verbindet sich harmonisch mit der Süße der Rosinen. Dazu wird junger Spinat serviert, zart und dezent mit Minze parfümiert, der eine frische, klare Note setzt.“ Das Auberginenkompott sei „zart schmelzend“. „Ergänzt wird das Gericht von einer cremigen Rosinensoße, die sich wunderbar ausgewogen zwischen Süße und Würze bewegt und alle Komponenten eindrucksvoll miteinander verbindet.“

Julian Stowasser ist der Küchenchef im Gourmet-Restaurant „Lakeside“ in Rotherbaum. The Fontenay
Julian Stowasser ist der Küchenchef im Gourmet-Restaurant „Lakeside“ in Rotherbaum.
Julian Stowasser ist der Küchenchef im Gourmet-Restaurant „Lakeside“ in Rotherbaum.

Julian Stowasser bedankt sich auf Social Media für dieses „Vorweihnachtsgeschenk“. Und erntet auch dort viel Lob: „Nur ein Schritt vom dritten ,Michelin’-Stern entfernt“, kommentiert jemand. Oder auch: „Verdient“, „sensationell“.

Sternekoch Julian Stowasser: „Früher hatte ich schlaflose Nächte“

Über die anonymen Tester sagte er mal in einem MOPO-Interview: „Vor dem zweiten Stern habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht. Da gab es auch einige schlaflose Nächte.“ Mittlerweile würden ihn die Besuche der Inspektoren nicht mehr so stressen. „Die Tester sind das ganze Jahr über unterwegs und man weiß nie, wann sie kommen. Und auch deshalb muss immer alles sitzen, da kommt es schon auf die Vorbereitung an. Ich kann ja nicht am Nachmittag eine schlechte Soße kochen, und abends, wenn ich einen Tester vermute, alles neu machen. Das funktioniert nicht. Außerdem wollen wir natürlich sowieso für alle Gäste jeden Tag beste Qualität abliefern.“

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Stowasser wurde in Freising (Bayern) geboren. Als Jugendlicher wollte er eigentlich BMX-Profi werden. Durch ein Schülerpraktikum im Münchner „Augustiner-Keller“ entdeckte er dann den Spaß am Kochen. Nach seiner Ausbildung arbeitete er in Drei-Sterne-Küchen wie dem „Aqua“ in Wolfsburg. 2019 erkochte er als Chef für das „Weinsinn“ in Frankfurt einen „Michelin“-Stern. Als Küchenchef im Gourmet-Restaurant „Lakeside“ folgten in kurzer Zeit zwei „Michelin“-Sterne. Bei den Vorbereitungen in der Küche hört der Spitzenkoch gerne Punkrock.

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