Gefährliche Dachlawinen, Stürze: Hunderte Rettungseinsätze in Hamburg
„Das war knapp!“ – Immer wieder krachen Schneeladungen haarscharf an Fußgängern vorbei auf Gehwege. Dachlawinen sind nur eine von mehreren Gefahren, die die Feuerwehr in Hamburg aktuell beschäftigt: Seit dem Wintereinbruch gab es hunderte zusätzliche Rettungseinsätze.
Mehr als 500 Mal war die Feuerwehr seit Freitag im Einsatz, weil Schnee und Eis von Dächern oder Bäumen fielen – oder herabzustürzen drohten, erklärt ein Sprecher. Besonders gefährlich wird es, wenn es tagsüber taut und nachts wieder friert. Auch frischer Schnee erhöht das Risiko, dass sich Schneebretter lösen, weil er feuchter und schwerer ist.
Eigentümer sind für Dachlawinen verantwortlich
Wer von einer solchen Dachlawine getroffen wird, kann schwere Verletzungen erleiden, vor allem, wenn Eisplatten in der Schneeschicht verborgen sind. Die Feuerwehr empfiehlt Fußgängern, öfter den Blick nach oben zu richten, um die Gefahr unter Bäumen und Dächern frühzeitig zu erkennen.
Die Verantwortung für die eingeschneiten Dächer liegt allerdings immer beim Hausbesitzer. „Eigentum verpflichtet“, so der Sprecher, besonders bei Schneefall. Bei akuter Gefahr muss der Besitzer auf eigene Kosten die Feuerwehr oder eine Spezialfirma rufen, um das Dach zu befreien. Das kann teuer werden: Die Kosten liegen laut offizieller Gebührenordnung mindestens im mittleren dreistelligen Bereich, je nach Fahrzeug und Besatzung.
Hunderte zusätzliche Einsätze seit Wintereinbruch
Doch Dachlawinen sind nicht die einzige Gefahr bei der aktuellen Wetterlage. Insgesamt gab es seit dem Wintereinbruch mehr als 600 Rettungseinsätze wegen Eis und Schnee – etwa aufgrund von Stürzen oder Unterkühlungen.
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Momentan nimmt die Zahl der Einsätze laut Feuerwehr wieder ab, da länger kein neuer Schnee gefallen ist. Das soll sich in den kommenden Tagen ändern: Mit jedem Zentimeter Neuschnee steigen dann erfahrungsgemäß auch die Einsätze.
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