Eine Mutter stillt ihr Baby. (Symbolbild)

Eine Mutter stillt ihr Baby. (Symbolbild) Foto: Studie: Geburtenrate sinkt, doch Kinderwunsch bleibt stabil

Geburtenrate stürzt ab: Kein Bock mehr auf Kinder?

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Weltkrisen, Wohnung zu klein, Job unsicher – und irgendwo dazwischen die Frage: jetzt ein Kind? Leicht fällt die Entscheidung nicht: Weltweit stürzen die Geburtenraten ab, Frauen werden immer später schwanger oder bleiben kinderlos. Woran liegt das?

Die Kinder-Kurve zeigt klar nach unten: Während die Geburtenrate in den 2010er-Jahren in Deutschland stetig stieg, fällt sie seit Corona wieder. Und zwar von 1,58 Kinder pro Frau 2021 auf 1,35 Kinder 2024. Und der Trend setzt sich fort: Von Januar bis November 2025 wurden rund 4,3 Prozent weniger Kinder geboren als im gleichen Zeitraum 2024. Finale Jahreszahlen liegen noch nicht vor.

Geburtenrate in China sinkt drastisch

Global ist der Trend noch viel drastischer: In China  ist die Rate auf 1 Kind pro Frau gefallen, in Korea auf 0,72. Für den Erhalt der Bevölkerung braucht es einen Wert von 2,1. Die Folge: drastische Überalterung und Bevölkerungsschwund.

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Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit schrumpft

Haben wir keine Lust mehr auf Kinder? Zwar entscheidet sich ein Teil der Frauen bewusst dagegen, verschwunden ist der Kinderwunsch aber keineswegs. Das zeigt eine Studie aus 2023: Demnach wünschen sich Frauen (und Männer) im Schnitt noch zwischen einem und zwei Kindern (statistisch 1,76). Gleichzeitig wächst die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Warum klaffen Familie im Kopf und Familie im Alltag so auseinander? Forscher beobachten: Viele schieben die Familienplanung nach hinten. 2024 waren Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt 30,4 Jahre alt, Väter 33,3. Zum Vergleich: 2015 waren Mütter noch 29,7 und Väter 32,8 Jahre alt. 1970 lag der Wert in der BRD bei Frauen bei 24,3 Jahren. 

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Carmen Friedrich vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) sagt: „Kinder zu bekommen bleibt ein zentrales Lebensziel für die meisten jungen Menschen.“ Doch internationale Krisen, unsichere wirtschaftliche Perspektiven und wacklige private Rahmenbedingungen bremsen. Auch Alltagsthemen spielen hinein: verlässliche Kindertagesbetreuung, planbare Politik, in Städten wie Hamburg vor allem auch bezahlbarer Wohnraum. (mp)

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