Endlich: Gammel-Baumarkt wird plattgemacht – das ist jetzt geplant
Das Unkraut wucherte schon fast so hoch wie die verfallenen Gebäude: Knapp zwölf Jahre herrschte Stillstand auf der Fläche des ehemaligen „Max Bahr“-Baumarktes am Rugenbarg – die meisten Osdorfer hatten sich mit dem traurigen Anblick schon abgefunden. Doch jetzt kommt endlich Bewegung in das so lange verwaiste Grundstück. Dort soll nicht nur ein neuer Supermarkt entstehen.
Bagger rollen über das Gelände, die ersten Gebäude-Teile sind schon plattgemacht und auf der Fläche türmen sich die Schuttberge. Es ist ein Wendepunkt in der Entwicklung dieser „wichtigen Gewerbefläche“, wie sie die Altonaer Bezirkspolitik in der Vergangenheit immer wieder nannte. Zunächst hatte das „Abendblatt“ berichtet.
Die langjährige Geschichte der Baumarkt-Fläche in Osdorf
Nachdem die Baumarkt-Kette „Max Bahr“ bereits 2013 insolvent gegangen war und bis 2014 sämtliche Filialen schloss, übernahm zunächst „XXXLutz“ das Grundstück, durfte es dann aber doch nicht nutzen. Denn: Der Bezirk Altona lehnte die Nutzung eines Einrichtungshauses ab. Im Herbst 2015 errichtete das Deutsche Rote Kreuz dort eine Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete mit Platz für bis zu 1400 Menschen. Im Juni 2016 wurde der Standort aufgegeben. Und seitdem passierte dort – nichts.

Die MOPO berichtete im Verlauf der Jahre immer wieder über den „Schandfleck von Osdorf“. Vor zwei Jahren war mal im Gespräch, dort eine neue Geflüchtetenunterkunft zu bauen – doch auch diese Pläne verliefen im Sande.
Das sind die neuen Pläne für die alte Baumarkt-Fläche
Aktueller Eigentümer ist die Schwarz-Gruppe, zu der die Marken Lidl und Kaufland gehören. Laut „Abendblatt“ sind auf der Fläche jetzt insgesamt drei Gebäude geplant. Im ersten sollen unter anderem eine Lidl-Filiale sowie möglicherweise eine Drogerie einziehen. Im zweiten Komplex sind Lagerflächen, Werkhallen für Handwerksbetriebe und Büros angedacht – dabei handelt es sich um eine Vorgabe aus der Altonaer Bezirkspolitik. In den oberen Geschossen sollen Azubi- oder Seniorenwohnungen entstehen.
Das dritte geplante Gebäude ist wiederum auf der Teilfläche des Grundstücks geplant, die die Schwarz-Gruppe nicht besitzt. Dessen Eigentümer plant laut „Abendblatt“ auf der Fläche des ehemaligen Gartencenters Garagen für Handwerker sowie Lagerräume.
Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. Derzeit plant Lidl erst einmal, in der ersten Jahreshälfte 2026 die alten Gebäude komplett abzureißen.
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