Für Schwertransporte schon zu marode: Teilsperrung der Köhlbrandbrücke
Seit dem frühen Morgen ist die Köhlbrandbrücke für genehmigungspflichtige Schwertransporte über 44 Tonnen gesperrt. Das ist ein weiterer Baustein, um sicherzustellen, dass die Brücke möglichst bis zur Eröffnung eines Ersatzbauwerks durchhält.
Seit der Inbetriebnahme der Brücke 1974 hat sich die Verkehrsbelastung nahezu verdoppelt. 2023 wurde die Köhlbrandbrücke an einem durchschnittlichen Werktag von etwa 32.000 Kraftfahrzeugen befahren. Zusätzlich hat sich der Lkw-Verkehr seit 1980 nahezu verdoppelt.
Ein einzelner Schwertransport könne nach Angaben der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) die mehr als tausendfache Schädigung eines normalen Lkw verursachen und führt deswegen zu einer überproportionalen Belastung des Bauwerks und zu einem deutlich schnelleren Verschleiß.
Täglich 32.000 Fahrzeuge auf Köhlbrandbrücke
Die für den Hafen wichtige Köhlbrandbrücke wird täglich von rund 32.000 Fahrzeugen genutzt. Seit 2012 gilt auf der Brücke bereits ein Überholverbot für Lastwagen, Anfang 2019 ordnete die HPA zudem ein Abstandsgebot für Lkw von 50 Metern an.
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„Der Senat muss jetzt noch dringender dafür sorgen, die neue Köhlbrandbrücke schnellstmöglich fertig zu planen und den Bau umzusetzen», hatte der Vorsitzende des Industrieverbands Hamburg, Andreas Pfannenberg, zuletzt Ende März gefordert.
Die HPA hat für dieses Jahr sechs Wochenend-Vollsperrungen der Brücke für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten angekündigt. Die erste Sperrung ist für das Wochenende 15. bis 18. Mai geplant. (mp/dpa)
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