Für die „Dschungelprüfung“ im Selbsttest: Hier gibt‘s Füße, Krokodil und „Kotzfrucht“
Sie würgen wieder: Zwölf mehr oder weniger bekannte Promis sind für RTL in den australischen Dschungel gezogen und müssen in der Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ unangenehme Prüfungen über sich ergehen lassen. Besonders beliebt bei den Zuschauern: Wenn die Promis widerliche Speisen wie Ziegen-Hoden oder die so genannte „Kotzfrucht“ essen müssen. Wer vor dem Fernseher denkt „Ich hätte das locker geschafft!“, kann auch in Hamburg den Selbsttest machen: Die MOPO zeigt, in welchen Restaurants gesalzene Füße, Känguru-Currywurst und fermentierte Sojabohnen auf den Tisch kommen, welche Speise niemand ein zweites Mal bestellt und was so scheußlich riecht, dass es in der Öffentlichkeit verboten ist.
Was in einigen Kulturen eine echte Delikatesse ist, verlangt manch anderem vieles ab. Das sieht man derzeit wieder im „Dschungelcamp“: Wenn die Promis Fischaugen und Krokodilpenis serviert bekommen, beginnt das große Würgen. Wer für diese „Mutprobe“ nicht so weit reisen möchte, kann auch in Hamburg ungewohnte Spezialitäten probieren. Und die sollen zum Teil nicht nur richtig gut schmecken, sondern auch noch gesund sein.
„Kaum ein Gast bestellt Krokodil ein zweites Mal“
Hamburgs einziges australisches Restaurant ist das „Down Under“ an der Grindelallee (Rotherbaum) – und hier werden tatsächlich Krokodil- und Känguru-Burger (14,90 Euro) sowie eine Känguru-Currywurst (12,99 Euro) serviert. Während Inhaber Christian Rowe dem Känguru-Fleisch eine „leckere Wild-Note“ zuspricht, gibt er zu: „Krokodil ist für deutsche Gaumen nicht das leckerste, dazu ist der Preis recht hoch. Kaum ein Gast bestellt es ein zweites Mal.“ Das Fleisch schmecke nach „fischigem Hühnchen“ und sei auch in Australien ein eher außergewöhnliches Mittagessen. Und auch aus Tierschutzgründen dürfte das Reptil im Burger-Patty einigen übel aufstoßen: „Das Krokodilfleisch kommt aus Farmen für Krokodilleder in Südafrika.“ Auch Kängurufleisch ist umstritten: „Es stammt von frei lebenden Tieren aus Australien. Dort gibt es eine Überpopulation, Jäger schießen sie regelmäßig“, so Christian Rowe. Rund 70 Burger mit dem exotischen Fleisch verkauft er pro Monat.
Delikatessen aus China: Hühnerfüße und Entenzungen
Hühnerfüße sind in Asien eine echte Delikatesse. Auch die chinesischen Restaurants „Man Wah“ (St. Pauli) und „Mei Moon“ (St. Georg) haben sie deshalb natürlich auf der Speisekarte – ob eingelegt und kalt, gedämpft, geschmort oder mit einer Schwarze-Bohnen-Soße (ab 5,50 Euro). Ermutigend: Die Krallen werden vor der Zubereitung entfernt. Und Hühnerfüße sollen reich an Protein und Kalzium sein. Im „Mei Moon“ gibt es auch Entenzungen in Soja-Soße (6,50 Euro) und geschmorte Schweinepfötchen (14,50 Euro).
„Natto“: Vergorene Sojabohnen aus Japan
In „Dschungelcamp“-Prüfungen gern eingesetzt: das japanische Gericht „Natto“ aus vergorenen Sojabohnen. Durch bestimmte Bakterien fermentieren die Bohnen. Um sie herum bildet sich ein Schleim, der lange Fäden zieht – und ein Käse-Geruch. In Japan wird „Natto“ aber auch gern schon zum Frühstück gegessen und gilt dort als supergesundes Allheilmittel. Wer es in Hamburg probieren möchte, bekommt es für fünf Euro zum Beispiel im „Akari“ an der Papenhuder Straße (Uhlenhorst).
„Kotzfrucht“ Durian: „Lieber nur als Tiefkühlware“
Was wäre das „Dschungelcamp“ ohne Durian, auch „Kotzfrucht“ genannt? In Südostasien ist das Obst (reich an Vitaminen!) sehr beliebt – trotz seinen strengen Geruchs. Wenn der umschrieben wird, ist die Rede von faulen Eiern, Schweißfüßen, sogar von verwesten Tieren und – na klar – Erbrochenem. In vielen Hotels, öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrstühlen gilt deshalb auch in Singapur und Thailand strengstes Durian-Verbot! Gerüchten zufolge müssen Menschen, die mit einer Durian im Hotel erwischt werden, zur Strafe noch eine weitere Woche für das Zimmer zahlen – so lange braucht es, bis der Gestank verschwunden ist.
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Xuan Thuy Nguyen verkauft die Durian in seinem Asia-Shop an der Wandsbeker Marktstraße 18 deshalb auch nur als Tiefkühl-Ware (elf Euro pro Kilogramm): „Frisch stinkt sie zu sehr. Sonst traut sich ja keiner mehr in meinen Laden“, sagt er zur MOPO und lacht. Und wonach schmeckt sie nun, die Durian? Fans sagen „wie Vanillepudding mit Walnuss“. Oder wie „Strange Foods“-Autor Jerry Hopkins das Erlebnis nennt: „Es ist wie Eiscreme in einem Klohäuschen zu essen“. Bei der „Kotzfrucht“ gilt wohl: Nase zu und durch.