Wie Hamburger Arbeiter bei Kaffee und Mettbrötchen über die SPD lästern
„Noch vor zehn, 15 Jahren wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, etwas anderes als die SPD zu wählen. Mein Vater hat sie gewählt, meine Mutter, meine Geschwister. Damals war sie die Partei des kleinen Mannes. Das ist vorbei. Heute liegen ihr Arbeitslose und Flüchtlinge am Herzen, und sie verpulvert unser Steuergeld in der Ukraine und im Rest der Welt. Die arbeitende Bevölkerung vertritt sie nicht mehr.“ Es ist ein hartes Urteil, vorgetragen an einem Dienstagmorgen gegen neun Uhr in einem Imbiss in Harburg. Einer dieser Läden, in denen werktags schon früh viel Betrieb herrscht. Viele kommen direkt nach der Schicht, bestellen ihr zweites Frühstück, Mettbrötchen, schwarzen Kaffee, manchmal schon ein Bier. Die Bedienung kommt kaum hinterher. Es wird geredet, geschimpft, gelacht. Und immer wieder geht es um Politik. Vor allem um die SPD. Freundliche Worte fallen dabei kaum.
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