Nach der Kollision eines Schiffes mit dem Bauwerk bleibt die Freihafenelbbrücke gesperrt.

Nach der Kollision eines Schiffes mit dem Bauwerk bleibt die Freihafenelbbrücke gesperrt. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Elbbrücke nach Kollision noch ewig dicht? HPA gibt aus Versehen einen Hinweis

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Die Ende Oktober durch eine Schiffskollision beschädigte Freihafenelbbrücke bleibt vermutlich noch längere Zeit gesperrt. Auf ihrer Internetseite teilte die Hamburger Hafenbehörde HPA mit, die Sperrung werde bis zum 1. Januar 2027 andauern. Eine HPA-Sprecherin sagte auf Nachfrage, der Hinweis sei versehentlich eingestellt worden.

Ob und wann die Brücke repariert werde, konnte sie nicht sagen. Kurz darauf verschwand der Hinweis von der Internetseite.

Am frühen Morgen des 28. Oktober hatte ein Binnenmotorschiff die Brücke gerammt und das Bauwerk beschädigt. Die Überführung wurde für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Das Schiff hatte nach Angaben der Polizei Container geladen, die gegen die Brücke stießen. Die Ladung wurde ebenfalls beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Nach vorläufigen Ermittlungen schätzte der Kapitän die von Ebbe und Flut abhängige Durchfahrtshöhe falsch ein. Am Wochenende vor der Havarie hatte es in Hamburg zwei Sturmfluten gegeben. 

Freihafenelbbrücke: Demontage zur Sanierung geplant

Die 100 Jahre alte Freihafenelbbrücke führt parallel zu den Neuen Elbbrücken über die Norderelbe. Sie wurde 1926 gebaut, um im damaligen Freihafen eine eigene Elbquerung zu schaffen. Sie ist sanierungsbedürftig und durfte bereits seit September 2024 nicht mehr von Fahrzeugen mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht befahren werden. Die Sperrung verursacht Verkehrsprobleme, weil auch auf den parallel verlaufenden Neuen Elbbrücken gebaut wird. 

Die Freihafenelbbrücke zwischen der HafenCity und der Veddel in Hamburg (Archivbild). picture alliance/dpa/Markus Scholz
Die Freihafenelbbrücke zwischen der HafenCity und der Veddel in Hamburg (Archivbild).
Die Freihafenelbbrücke zwischen der HafenCity und der Veddel in Hamburg (Archivbild).

Eine geplante Sanierung war bereits vor der Havarie verschoben worden. Nach früheren Angaben des Senats soll die Maßnahme mit dem Bau neuer Eisenbahnbrücken und einer Überführung für die Verlängerung der U-Bahnlinie U4 verbunden werden. Das denkmalgeschützte Bauwerk mit den markanten Fachwerkbögen soll im Zeitraum 2027 bis Anfang 2028 abgebaut werden, wie die HPA-Sprecherin bestätigte. 

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Geplant ist den Senatsangaben zufolge ein Ausschwimmen der Brücke und eine Einlagerung über mehrere Jahre. In dieser Zeit soll die Konstruktion instand gesetzt werden. Nach Fertigstellung der neuen Eisenbahnbrücken soll die Freihafenbrücke wieder eingehoben werden. (dpa/mp)

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