Freibad mit Ausblick, das leckerste Eis und viel Ruhe: Unsere Tipps für heiße Tage

Freibad, Imbiss, Eis? Die MOPO-Reporter und -Redakteure haben ihre liebsten Tipps für die heißen Tage zusammengestellt. Zoe Clausen emphiehlt das „Entenwerder1“.
Freibad, Imbiss, Eis? Die MOPO-Reporter und -Redakteure haben ihre liebsten Tipps für die heißen Tage zusammengestellt. Zoe Clausen emphiehlt das „Entenwerder1“.

Endlich Sonne und wohltuende Wärme in Hamburg – das muss man ausnutzen! Eisdiele, Erholungsgebiet und Freibad: Die MOPO-Redakteure und -Reporter haben ihre Lieblingsplätze für Sie zusammengestellt. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie das Pfingstwochenende! Teil eins unserer großen Pfingst-Serie.

Ein Freibad mit Blick auf die dicken Pötte

Freibad Finkenwerder: Es gibt Freibäder, die einfach nur Freibäder sind. Beton, Chlorgeruch, Pommes, Handtücher auf der Wiese. Und dann gibt es das Freibad Finkenwerder. Einen Ort, der sich an heißen Sommertagen eher anfühlt wie ein kleiner Kurzurlaub am Wasser – mitten in Hamburg. Denn das Freibad liegt direkt an der Elbe. Während im Wasser Kinder kreischen und vom Beckenrand springen, ziehen hinter der Liegewiese langsam riesige Pötte vorbei. Hafenatmosphäre statt Großstadtstress. Dazu dieser Blick aufs Wasser, auf den Himmel, auf Schiffe und Hafenkräne in der Ferne. Kaum ein Freibad in Hamburg hat so eine Kulisse. Das Bad selbst hat alles, was ein guter Sommertag braucht: ein großes 50-Meter-Becken zum Schwimmen, Sprungturm, genug Platz zum Relaxen und eine einzigartig entspannte Atmosphäre. (ow)

Finksweg 82, täglich 11-19 Uhr

Vom Becken im Freibad Finkenwerder aus kann man Pötte gucken.
Vom Becken im Freibad Finkenwerder aus kann man dicke Pötte gucken.

Schokoladeneis? Keine Lust auf Kompromisse!

„Oehlers Eispatisserie“: Was Eis angeht, bin ich konservativ. All diese Eisdielen, die mit verrückten Sorten wie Weißwurst- und Pizza-Eis oder etwas weniger verrückten Geschmäckern wie Avocado- und Lavendeleis experimentieren, interessieren mich nicht. Für mich gibt es seit meiner frühesten Kindheit nur eins: Schokoladeneis! Dabei bin ich jedoch extrem wählerisch. Intensiv muss es sein. Dunkel. Cremig statt wässrig. Und nicht zu süß. Die Qualität eines Schokoladeneises kann im Urlaub schon mal darüber entscheiden, ob mir der Besuch einer Stadt gefallen hat. Deshalb kann ich allen Hamburg-Touristen und Einheimischen nur zu „Oehlers Eispatisserie“ raten. Die dunkelbraune Kugel besteht aus feinster französischer Valrhona-Schokolade und hat eine Konsistenz, die einen im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmelzen lässt. (ng)

Eppendorfer Weg 161, Mo-So 13 bis 19 Uhr

Noch viel mehr Tipps: Hier geht es zu den weiteren Teilen unserer Pfingstserie

Pizza und Eis: Oase für Veggie-Fans

„LüttLiv“: Im Herzen von Barmbek-Nord liegt das „LüttLiv“ – ein charmantes Lokal mit gemütlichem Gästegarten, der fast schon Wohnzimmeratmosphäre verströmt. Die Terrasse ist grün, entspannt und ideal für alle, die abseits des Trubels gut und bewusst essen wollen. Serviert werden ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte. Am Samstag lockt ab 17 Uhr ein besonderes Angebot – jede Pizza gibt es dann für 12 Euro. (rei)

„LüttLiv“, Maurienstraße 19, Di bis Sa 12–23 Uhr, So 10–18 Uhr, Montag Ruhetag, www.luettliv.de

Fast wie im Urlaub: Stullen und Meeresrauschen

„Entenwerder1“: Mit Blick aufs Wasser wird einem direkt etwas kühler. Wenn das nicht reicht, muss eben noch ein Kaltgetränk her. Ansonsten gibt’s Kaffee, Kuchen, Eis und üppige Stullen. Persönliche Empfehlung: die Stullen-Variante mit Hummus, gebackenen Kichererbsen und getrockneten Tomaten (12,50 Euro). Das Verkehrsrauschen von den Elbbrücken, das manchmal herüberschwappt, kann hier fast als Meeresrauschen durchgehen. Außerdem erinnert es daran, wie viel Glück man doch hat, in der Sonne zu sitzen – und nicht im Auto. (zc)

Entenwerder 1, Mo-Sa 10-19 Uhr, So 10-18 Uhr, ab Juni länger

Erst entspannen in der Natur, dann ab in den Biergarten

Rodenbeker Quellental: Erholung pur! Tief durchatmen und die Ruhe genießen – das geht besonders gut im Rodenbeker Quellental. Das Naturschutzgebiet im Nordosten von Hamburg ist ein rund 84 Hektar großes Schmelzwasser-Flusssystem aus der Eiszeit. Hier plätschern die Bäche, singen die Vögel in den Bäumen und raschelt der Wind. Wenn nach dem Spaziergang der Magen knurrt, ist das „Gasthaus Quellenhof“ mein Tipp. Familien können hier im Biergarten die Sonne genießen und die Kinder in Sichtweite auf dem Spielplatz toben. Anfahrt: U1-Haltestelle Ohlstedt von dort zu Fuß Richtung Bredenbekstraße in den Haselknick. Oder mit dem Auto bis zum „Gasthaus Quellenhof“ und davor oder in der Umgebung parken. (abu)

Gasthaus Quellenhof, Rodenbeker Straße 126, Mo-Fr 12-23 Uhr, Sa-So 11-23 Uhr

Mitten in Harburg: Italo-Traum und lecker Eis mit Hafenblick

„Momento di…“: Kulinarisch ist in Harburg weitgehend tote Hose, aber dieser Laden ist und bleibt ein Traum: Das „Momento di…“ Es gibt italienisch geprägte Küche mit asiatischem Einschlag – seit Jahren konstant auf hohem Niveau. Und: mit einer Terrasse direkt am Wasser und entspannter Minihafen-Atmosphäre. Klassiker wie die pikanten Tagliatelle mit Rinderfiletspitzen in Kräutertomatensauce (23,80 Euro) sind ebenso beliebt wie der professionelle, freundliche Service. (mk)

„Momento di…“, Veritaskai 3, Di bis Fr 12–21.30 Uhr, Sa 17–21.30 Uhr

Sandstrand und Heidelandschaft: Hamburgs letzter Naturstrand

Wittenbergen: Was ich am Strand von Wittenbergen (Rissen) mag: Er ist so abwechslungsreich. Der Sand ist fein und weich, hier ist viel Platz – und wenn es zu warm wird, zieht man einfach in den Schatten der Bäume um, von denen es hier viele gibt. Auch die Umgebung von Hamburgs letztem Naturstrand ist wunderschön. Wer nach ein paar Stunden keine Lust mehr auf Sand und Schiffegucken hat, geht einfach ein paar Schritte nach oben und landet in einer völlig anderen Welt – in einer Heidelandschaft mit knorrigen Bäumen und Binnendünen. Wer hier genau hinschaut, kann an manchen Tagen Zauneidechsen entdecken, die auf den Steinen die Sonne genießen. (paul)

Anreise per Pkw: Am Rissener Ufer 27 befindet sich ein Parkplatz. ÖPNV: S1 bis Blankenese, dann Bus 189 bis Tinsdaler Kirchenweg

Elbstrand Wittenberge
Der Wittenberger Strand ist aus vielen Gründen eine Reise wert!

Flammkuchen und Ruhe: Pause vom Großstadttrubel

„Zum Anleger“: Wer in Wilhelmsburg nach einer entspannten Auszeit am Wasser sucht, wird beim „Zum Anleger“ fündig. Die Terrasse liegt direkt am Kanal, wo kleine Boote vorbeischippern – wer mag, kann sich sogar selbst eins mieten. Das Ambiente ist rustikal und norddeutsch herzlich, das Essen ehrlich und hausgemacht. Besonders beliebt: der Elsässer Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln (13,50 Euro). Ein Ort wie gemacht für eine hanseatisch-gemütliche Pause vom Großstadttrubel. (ow)

Vogelhüttendeich 123, Mo bis Fr 11:30-21 Uhr, Sonntag 10-21 Uhr

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Besseres Spaghettieis gibt es nirgends!

„Eisprinzessin“: „Ich esse fast jeden Tag ein Spaghettieis“, sagt Katrin Kerkhoff. Die 44-Jährige sitzt direkt an der Quelle. Ihr gehört der Laden „Eisprinzessin“ (Am Rathenaupark 15) in Ottensen. An sonnigen Tagen geht die Schlange vor dem Geschäft oftmals bis um die Ecke des Häuserblocks. Und auch an schlechten Tagen kann es passieren, dass man locker ’ne halbe Stunde auf die Kugel Eis wartet, weil gefühlt der halbe Stadtteil ansteht. Das hat natürlich einen Grund: Hier gibt es mit das beste Eis der Stadt. Die Kugel ist mit 2,20 Euro nicht günstig, ich leiste mir den Luxus in der Waffel aber gerne. Die Qualität ist herausragend – und das schmeckt man. Für das Vanilleeis nimmt Kerkhoff Madagaskarvanille. Drei Kugeln des Klassikers, ungesüßte Sahne, hausgemachte Erdbeersauce und weiße Schokoraspeln kommen in das große Spaghettieis (7,90 Euro, ein kleines gibt es für 6,40 Euro). 13 Sorten gibt es bei der „Eisprinzessin“ in der Truhe. Meine Favoriten neben Vanille: alle Sorbets. Da können Sie nichts falsch machen! (jul)

Am Rathenaupark 15, täglich geöffnet von 12 bis 19 Uhr

Julian König sagt: Besseres Spaghettieis gibt es nirgends!
Julian König sagt: Besseres Spaghettieis gibt es nirgends!

Ein magischer Ort: Wein- und Biergarten im Pinnautal

„Goldschätzchen“: Lust, ein Schätzchen zu entdecken? Im Pinnautal bei Prisdorf im Kreis Pinneberg? 24 Kilometer von der Außenalster entfernt? Das „Goldschätzchen“ ist ein Wein- und Biergarten auf dem Peiner Hof – und tatsächlich ein magischer Ort für Ausflügler, Radfahrer und Golfspieler vom benachbarten Golfplatz. Es gibt Loungesofas auf dem weiten Rasen vor dem einstigen Gutshof, alte Bäume mit Lichterketten und dazu leckeres (auch veganes) Essen. Das hochgelobte gleichnamige Restaurant in dem imposanten Altbau hat 2024 geschlossen, dort finden nur noch private Events statt. Aber der Weingarten hat überlebt, ein Glück! (ste)

So kommt man hin: Die Regionalbahnen R61 und R71 fahren alle 30 Minuten ab Hauptbahnhof, von dort sind es noch 15 Minuten Fußweg zum Peiner Hof 7. Di bis Fr 15-22 Uhr, Sa/So 12-22 Uhr

Endlich Sonne und wohltuende Wärme in Hamburg – das muss man ausnutzen! Eisdiele, Erholungsgebiet und Freibad: Die MOPO-Redakteure und -Reporter haben ihre Lieblingsplätze für Sie zusammengestellt. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie das Pfingstwochenende! Teil eins unserer großen Pfingst-Serie.

Ein Freibad mit Blick auf die dicken Pötte