Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank. (Archivbild)

Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/Georg Wendt

Fegebank: Gas und Öl nie wieder verlässliche Energieträger

Erst Russlands Angriff auf die Ukraine, dann der Iran-Krieg: Jedes Mal hatte das Folgen für Deutschlands Energieversorgung. Für Hamburgs Umweltsenatorin Fegebank gibt es da nur eine Lösung.

Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) setzt angesichts stark steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs klar auf erneuerbare Energien. Bereits der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe gezeigt: „Gas und Öl werden nie wieder verlässliche Energieträger sein. Das ist die Realität, auf die wir uns einstellen müssen”, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Gerade in dieser Lage dürfe sich das Land beim Gebäudeenergiegesetz oder dem Netzausbau keine Rückschritte leisten, sagte Fegebank. „Das gefährdet unseren Weg in die Unabhängigkeit.” Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuletzt erklärt, kleine Solaranlagen nicht mehr fördern zu wollen. Ebenfalls Kritik gibt es an den Plänen der früheren Managerin einer E.on-Tochter, in Wohngebäuden weiter neue Öl- und Gasheizungen einbauen zu dürfen.

Erneuerbare Energien als Freiheitsenergien

Dabei entfällt die von der Ampel eingeführte Pflicht, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Allerdings sollen neue Gas- und Ölheizungen ab Januar 2029 mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden – die derzeit aber noch überaus knapp und teuer sind. 

Das könnte Sie auch interessieren: Tanken, Heizen, Reisen: Das kostet Hamburg der Iran-Krieg

„Wir brauchen jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, um uns aus der Klammer fossiler Importe zu lösen”, sagte Fegebank. Jede Solarzelle auf dem Dach, jedes neue Windrad und jedes E-Auto mache das Land ein Stück widerstandsfähiger gegen externe Schocks. „Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien.” Hamburg arbeite deshalb weiter an der Energie-, Wärme- und Mobilitätswende. Ganz freiwillig ist der Kraftakt nicht: Nach einem Volksentscheid muss die Stadt schon 2040 klimaneutral sein. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test