Mann mit Waffe

Der Mann bedrohte seine Opfer mit einer Waffe (Symbolfoto) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Falsche Dates, echte Waffe: Misstrauische Juwelierin lässt Serienräuber auffliegen

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Mit falschen Dates in die Falle: Ein Mann soll seine Opfer über Datingportale zu Treffen gelockt und sie anschließend mit einer Waffe ausgeraubt haben – nun sitzt der mutmaßliche Räuber in Haft.

Nach mehreren schweren Raubüberfällen in Hamburg und Schleswig-Holstein haben Ermittler einen Tatverdächtigen identifiziert. Es handelt sich um einen 27-Jährigen, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Ihm werden mindestens drei schwere Raubtaten zur Last gelegt.

Datingportal-Räuber schlug an Heiligabend zweimal zu

Den Ermittlungen zufolge soll der Mann am 17. Dezember einen 41-Jährigen in St. Georg überfallen haben. Das Opfer war zuvor über ein Datingportal unter einem Vorwand zu einem Treffen in die Norderstraße gelockt worden. Dort bedrohte der Täter laut Polizei sein Date mit einer Schusswaffe, stieg in dessen Auto ein und zwang ihn zur Weiterfahrt. In Stellingen forderte der Räuber Bargeld, nötigte den 41-Jährigen zum Aussteigen und flüchtete mit dem Wagen. Das Auto wurde später in Halstenbek (Kreis Pinneberg) verlassen aufgefunden. Der Mann blieb unverletzt.

Am frühen Morgen von Heiligabend kam es zu einer weiteren Tat in der HafenCity. Auch hier hatte sich der Täter über ein Datingportal mit einem 32-Jährigen verabredet und diesen in dessen Wohnung unter Vorhalt einer Schusswaffe beraubt. Er erbeutete Bargeld und Schmuck im mittleren vierstelligen Bereich. Doch damit nicht genug. An Heiligabend soll der Tatverdächtige zudem ein Ehepaar in Elmshorn in dessen Wohnhaus überfallen haben. Auch bei dieser Tat bedrohte er die Opfer mit einer Schusswaffe und erbeutete unter anderem hochwertigen Goldschmuck und Uhren.

Juwelierin schöpft Verdacht – Räuber fliegt auf

Wenige Tage später flog der Mann in der Hamburger Innenstadt auf. Als er am 27. Dezember in einem Juweliergeschäft am Neuen Wall mehrere Schmuckstücke zum Kauf anbot, schöpfte eine Mitarbeiterin Verdacht und informierte die Polizei. Die Beamten nahmen den 27-Jährigen vorläufig fest. Der Schmuck konnte einem der Raubüberfälle zugeordnet werden.

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Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden Ermittler weiteres mutmaßliches Raubgut, das auch den Taten in Hamburg zugeordnet werden konnte. Am 28. Dezember wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. (apa)

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