Verdi möchte sich mit dem Angebot des NDR für seine Beschäftigten nicht zufriedengeben, jetzt ruft die Gewerkschaft in Hamburg zum Streik auf. (Symbolbild)

Verdi möchte sich mit dem Angebot des NDR für die Beschäftigten nicht zufriedengeben, jetzt ruft die Gewerkschaft in Hamburg zum Streik auf. (Symbolbild) Foto: IMAGO / Hanno Bode

Fallen das „Hamburg Journal“ und Co. jetzt aus? Warnstreik beim NDR

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Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) spitzt sich zu. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik auf. Was bedeutet das für NDR-Zuschauer?

Verdi ruft NDR-Beschäftigte in Hamburg auf, am Dienstag zu streiken. Der Warnstreik soll bis Mittwochfrüh 1.30 Uhr andauern. Seit Februar herrscht ein Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen. Betroffen sind rund 5000 feste und freie Beschäftigte des NDR.

Streik beim NDR: Was die Gewerkschaft jetzt fordert

Mit dem Warnstreik will Verdi den Druck auf die NDR-Geschäftsleitung erhöhen. Der Ausstand fällt auf den dritten Verhandlungstag am Dienstag.

Verdi fordert eine Tarifsteigerung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro. Außerdem eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 200 Euro monatlich sowie eine Übernahmegarantie für Auszubildende. Zusätzlich werden eine Honorarsteigerung um sieben Prozent und eine Einigung über eine höhere betriebliche Altersvorsorge für freie Beschäftigte gefordert.

Nach zwei Verhandlungsrunden gab es bislang keine Einigung. Der NDR bietet den Beschäftigten 1,23 Prozent Gehalts- und Honorarerhöhung ab 1. Juli 2026 und jeweils weitere 1 Prozent zum 1. Juni 2027 und 1. April 2028 an. Auf zentrale Forderungen für Auszubildende, Volontäre und freie Mitarbeiter ging der NDR in seinem Angebot laut Verdi bislang nicht ein.

Programm könnte beeinträchtigt werden

Die Gewerkschaft möchte sich mit diesem Angebot nicht zufriedengeben. „Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell hohen Inflation ist das Angebot des NDR inakzeptabel. (…) Der NDR will die finanziellen Risiken auf die Beschäftigten in vollkommen unangemessener Weise abwälzen”, kritisiert Stephanie Steffen, Vorsitzende von Verdi im NDR.

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Dazu ergänzt Björn Siebke, Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer von Verdi Hamburg: „Mit dem Warnstreik soll dem Arbeitgeber deutlich gemacht werden, dass die Beschäftigten streikbereit sind und ein Angebot erwarten, das diesen Namen verdient.” Die Beeinträchtigung des Programms sei ausdrücklich nicht das Ziel des Warnstreiks, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

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