Kind mit Schwimmflügeln

In Hamburg können viele Kinder nicht ausreichend schwimmen. Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Expertin warnt: Mehr Kinder lernen schwimmen – doch die Zahlen täuschen

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Vorbereitet für die Freibadsaison: 2025 absolvieren mehr Kinder in Hamburg Schwimmabzeichen als noch im Jahr zuvor. Bei den Seepferdchen liegt die Hansestadt sogar über dem Bundesdurchschnitt. Warum viele trotzdem nicht ausreichend gut schwimmen können.

In Hamburg haben 2025 deutlich mehr Kinder schwimmen gelernt, als im Jahr zuvor. Aus den Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) geht hervor, dass im vergangenen Jahr 552 Mal das Seepferdchen vergeben wurde, 136 Mal mehr als noch im Jahr 2024. Auch bei den Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold ist ein Zuwachs zu 2024 zu verzeichnen: 534 Mal wurde Bronze, 233 Mal Silber und 171 Mal Gold vergeben.

Gerade das Seepferdchen ist der erste wichtige Grundbaustein hin zum sicheren Schwimmen und Tauchen, teilt die DLRG mit. Im Gegensatz zur Hansestadt ist bundesweit ein Rückgang von 4000 ausgestellten Seepferdchen im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Der Wert ist damit allerdings noch immer über dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre. Auch die etwa 100.000 bundesweit ausgestellten Schwimmabzeichen im vergangenen Jahr stechen in dieser Zeitspanne positiv heraus.

60 Prozent der Viertklässler können nicht sicher schwimmen

Auch wenn das ein positiver Trend ist, mahnt die DLRG Präsidentin Ute Vogt zur Vorsicht: „Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt zu viele Kinder das Schwimmen nicht erlernen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen können“.

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Das liegt besonders an zunehmend langen Wartezeiten für Schwimmkursplätze und den trotz des bundesweiten Förderprogramms weiter fehlenden Wasserflächen zum Üben. In den Grundschulen herrscht zudem ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften für den in allen Ländern vorgesehenen Schwimmunterricht, weshalb dieser oft entfällt. (dpa/mp)

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