Eugen Block beim Neujahrsempfang seiner Firmengruppe am 5. Januar 2026.

Eugen Block beim Neujahrsempfang seiner Firmengruppe am 5. Januar 2026. Foto: Marcus Brandt/dpa

Eugen Block keilt bei Neujahrsempfang gegen Hensel: „Das ist der allein Schuldige“

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Bei Neujahrsempfang seiner Firmengruppe spielte der andauernde Rechtsstreit um seine Enkel eine wichtige Rolle. „Der Patriarch“ hofft auf Hilfe der Justiz – und sieht alle Schuld beim Vater der Kinder.

Auf dem Neujahrsempfang 2026 der Hamburger Block-Gruppe hat sich Firmenchef Eugen Block zum Sorgerechtsstreit um seine Enkelkinder geäußert. „Ich hoffe sehr, dass im neuen Jahr die Hamburger Justiz mir und meiner Familie wirklich ein gutes Recht bringt und die nötige Hilfe beschert, die wir brauchen. Die Hilfe, damit die Kinder wieder zur Mama kommen“, sagte der 85-Jährige vor mehr als hundert geladenen Gästen. 

Christina Block steht wegen Kindesentführung vor Gericht

Eugen Blocks Tochter Christina muss sich seit einem halben Jahr einem Prozess am Landgericht Hamburg stellen. Die 52-Jährige ist wegen Kindesentziehung angeklagt. Nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel soll sie den Auftrag gegeben haben, ihre Kinder – damals im Alter von zehn und 13 Jahren – vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen und nach Deutschland zu bringen.

Vier Tage nach der Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 hatten die beiden Kinder auf gerichtliche Anweisung wieder zu ihrem Vater und dessen neuer Frau zurückkehren müssen.

Eugen Block sieht alle Schuld bei Stefan Hensel

„Ich hoffe sehr, dass auch der Hensel bald wirklich verklagt wird. Das ist der allein Schuldige“, sagte Eugen Block. Hensel wurde ebenfalls wegen Kindesentziehung angeklagt, weil er die Kinder nach einem Wochenendbesuch bei sich behalten hatte. Ob und wann es aber überhaupt zu einem Prozess gegen ihn kommt, ist noch unklar.

Ebenfalls noch unklar ist, ob sich Eugen Block selbst noch vor Gericht verantworten muss. Zwar waren die Ermittlungen gegen ihn im vergangenen Jahr eingestellt worden. Doch die Aussagen des Chef-Entführers David Barkay belasten „den Patriarchen“ schwer. Stefan Hensels Anwalt Philip von der Meden sagte der MOPO im Dezember: „Ich gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft Eugen Block anklagen wird.“

Eugen Block beendete seine Ansprache vor dem familieneigenen Hotel „Grand Elysée“ mit den Worten: „So, und damit wünsche ich Ihnen heute Abend Freude, Abstand vom Gericht in diesem Jahr.“

Merz laut Block ein „Geschenk für Deutschland“

Eingangs hatte der 85-Jährige nicht mit lobenden Worten für Friedrich Merz gespart. „Er ist einer der besten Bundeskanzler nach Konrad Adenauer.“ Der Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“ erwähnte die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie, die Abschwächung des Lieferkettengesetzes und die Abkehr vom Verbrenner-Aus im Jahre 2035. Die Entscheidungen der EU seien ein Werk von Friedrich Merz. Dieser sei „ein Geschenk für unser Deutschland“.

Aus dem operativen Geschäft der Block-Gruppe hatte sich Eugen Block bereits 2016 zurückgezogen. Er ist aber weiter sehr präsent im Unternehmen und gilt als „Kopf und Herz“ der Gruppe. 

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Christina Block begrüßte lächelnd auf dem Empfang Gäste, ergriff aber nicht selbst das Wort. Der Prozess gegen sie und sechs Mitangeklagte soll am Donnerstag fortgesetzt werden. (dpa/josi)

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