Fake-Pornos: Collien Fernandes zeigt Christian Ulmen an – das sagt sein Anwalt
Die Hamburger Schauspielerin Collien Fernandes (44) hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen (50), erhoben. Seit Jahren existieren im Internet gefälschte Pornos und Accounts, die eine Frau zeigen, die Fernandes ähnlich sieht. Immer wieder versuchte sie vergeblich herauszufinden, wer dahintersteckt. Jetzt berichtet der „Spiegel“, dass sie ihren Ex-Mann angezeigt haben soll.
Am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 sollen sich Christian Ulmen und Collien Fernandes gemeinsam im Hotel Grand Elysée in Hamburg aufgehalten haben, schreibt der „Spiegel”. Im Verlauf eines Gesprächs auf dem Hotelzimmer, sei es um Fake-Accounts etwa bei LinkedIn und gefälschte Pornos gegangen. Sie sollten offenbar den Eindruck erwecken, dass Fernandes darin zu sehen ist oder die Accounts selbst betreibt.
Deepfakes: Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe
In dem Hotelzimmer in Hamburg soll Christian Ulmen an besagtem Tag zugegeben haben, dass er dahintersteckt. So habe es Fernandes dem „Spiegel” geschildert. Im Namen von Fernandes soll er Kontakt zu hunderten von Männern aufgenommen und ihnen erotische Bilder und Videos geschickt haben. Mit ungefähr 30 Männern habe Ulmen unter der Identität seiner damaligen Frau auch Onlineaffären und Telefonsex gehabt.

Weiterhin wirft sie Ulmen in dem Artikel vor, dass er in der Ehe psychische und emotionale Gewalt wie Drohungen und Wutausbrüche angewendet habe. Zudem habe er sie auch tätlich angegriffen. In Spanien – während ihrer Ehe lebten sie zuletzt gemeinsam auf Mallorca – soll laut „Spiegel”-Informationen nun eine Anzeige gegen Ulmen vorliegen. Wie das Verfahren ausgeht, sei derzeit offen. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Rechtsanwalt Christian Schertz, der Ulmen vertritt, hat in einem Schreiben rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung im „Spiegel“ angekündigt. Er hält Teile der Darstellung für rechtswidrig und spricht von unzulässiger Verdachtsberichterstattung sowie falschen Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung.
Fegebank äußert sich auf Instagram
In einem Instagram-Beitrag schildert Fernandes am Donnerstag noch einmal mehr Details. Darunter bekunden viele Prominente, Politiker und Aktivisten ihre Unterstützung: „Mir fehlen die Worte für das alles“, schreibt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Sie bedankt sich für „Mut, Offenheit und Stärke“, darüber so zu sprechen und anderen Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Digitale Gewalt gehöre „hart bestraft“, um Frauen besser zu schützen.
„Den größten Dank im Namen von so vielen von uns“, kommentiert Klimaaktivistin Luisa Neubauer. „Das ist nicht zu fassen. Danke für deine Offenheit. Die Scham muss die Seite wechseln“, postet Komikerin Carolin Kebekus. „Ich habe keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut“, schreibt Grünen-Politikerin Ricarda Lang.
Fernandes und Ulmen: Lieblinge der deutschen Medien
Collien Fernandes und Christian Ulmen waren lange eines der bekanntesten Paare der deutschen Medienbranche. 2011 heirateten sie, zwei Jahre später bekamen sie eine gemeinsame Tochter. Im Jahr 2025 gaben sie ihre Trennung bekannt.
Fernandes begann ihre Karriere als Moderatorin bei den Musiksendern MTV und VIVA, später trat sie auch als Schauspielerin in Erscheinung. Seit einigen Jahren ist sie als Schiffsärztin in der ZDF-Produktion „Das Traumschiff“ zu sehen. Seit Langem beschäftigt sie das Thema „Deepfakes”. Darunter versteht man täuschend echte digitale Nachahmungen von echten Personen. 2024 versuchte sie in der ZDF-Doku mit dem Titel „Deepfake-Pornos“ herauszufinden, wer hinter den gefälschten Pornos steckt, die sie zeigen sollen.
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Ulmen war in den 1990er-Jahren ebenfalls Moderator bei MTV, spielte später in Kinofilmen wie „Herr Lehmann” (2003) die Hauptrolle und war Kommissar im Weimarer „Tatort”. 2017 entwickelte er die Serie „jerks”, in der er sich selbst spielte. Dafür gab’s 2019 den deutschen Fernsehpreis. (mp)
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