Hamburgs erster Wolfsunfall: Tier stirbt auf der A25
Zum ersten Mal wurde in Hamburg ein Wolf durch einen Verkehrsunfall getötet: In der Nacht zum 13. März kollidierte das Tier auf der Autobahn 25 mit einem Pkw.
Gegen 2.30 Uhr prallte ein Pkw in Höhe der Auffahrt Curslack mit dem Wolf zusammen. Der Fahrer blieb unverletzt, das Tier verstarb. Nach Informationen der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ist dies der erste Wolf, der im Hamburger Stadtgebiet durch einen Verkehrsunfall ums Leben kam.
Der 28 Kilogramm schwere Jungrüde verendete noch am Unfallort an den Folgen des Zusammenpralls. Noch in derselben Nacht bargen Wolfsbetreuer den Kadaver. In den kommenden Tagen wird er ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Dort soll seine Herkunft per DNA bestimmt werden.
Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache
In Deutschland sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache von Wölfen: Seit Anfang der 2000er Jahre starben 1031 Tiere bei Unfällen, das sind zwischen 100 und 150 pro Jahr. Trotz Wildschutzzäunen und -brücken stellen Straßen eine Gefahr für Wölfe dar – sie legen auf ihren Streifzügen oft lange Strecken zurück. Die Behörde appelliert an Autofahrer, Wildunfälle umgehend der Polizei zu melden.
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Seit 2013 kommt es in Hamburg immer wieder vereinzelt zu Wolfssichtungen. Allein in diesem Jahr gab es schon einen Nachweis durch eine Fotofalle im Duvenstedter Brook. Wölfe sind scheu und stellen kaum eine Gefahr für Menschen dar. Wer einem Wolf begegnet, sollte Abstand halten und sich bemerkbar machen – zum Beispiel durch Rufen, Pfeifen oder Klatschen. (mp)
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